closeDieser Beitrag wurde vor mehr als sechs Monaten veröffentlicht. Bedenke bitte, dass die hier angebotene Information nicht mehr aktuell und gültig sein könnte. Informiere dich daher bitte auch an anderer Stelle über dieses Thema. Sollten sich neue Informationen ergeben haben, so kannst du mich auch gerne auf diese über einen Kommentar hinweisen. Vielen Dank!

In Linux vs. Windows Flamewars gibt es immer wieder die Diskussion um die bessere Hardware-Unterstützung. Die Linux-Seite plädiert, dass der Linux-Kernel, im Gegensatz zu Windows, von Haus aus Tausende von Hardware-Produkten unterstützt. Währenddessen die Windows-Seite in den Raum stellt, dass Windows (gemeint wird meistens immer noch XP) ja schon sechs, sieben Jahre auf dem Buckel hat und von daher gar nicht so viele neue Hardware unterstützen kann und dank Treibern der Hersteller eine Quadrillionen von Produkten unterstützt wird. Vista wird selbst vom größten Windows-Fanboy als Bullenkacke bezeichnet und mit Windows 7 wird die Welt wieder ein Stück besser, die Erderwärmung gestoppt und der Weltfrieden wiederhergestellt…

Schluss mit der Polemik

Von Windows 7 hört man ja viel Gutes. Weniger Ressourcenverbrauch, geringerer Nervfaktor, bessere Hardwareunterstützung und vieles mehr. Ich mache daher die Probe aufs Exempel und installiere Windows 7 sowie den Release Candidate von Ubuntu “Karmic Koala” 9.10 auf einer gut abgehangenen Allerweltshardware, einem Fujitsu-Siemens Lifebook 6120D mit Intel Centrino Chipsatz der ersten Generation.

Das sollte eigentlich keine große Herausforderung für ein modernes OS sein, die Hardware ist weltweit noch auf X Millionen von Rechnern im Einsatz und Intel liefert eigentlich immer brav Treiber für seine Chipsätze aus.

Der völlig subjektive Test

Dann schauen wir mal… Beide Systeme lassen sich recht schnell installieren und auf den ersten Blick macht Windows 7 einen guten Eindruck, zwar empfängt mich nach der Installation eine Auflösung von 800×600, doch die kann man in den Einstellungen hochdrehen, dann ein Blick in den Gerätemanager. So gut wie gar nichts wurde erkannt. Kein Sound, kein WLAN, zig unbekannte Geräte…

OK, erstmal Netzwerk über Kabel herstellen, und siehe da dem Gerätemanager wird Leben eingehaucht. Die Liste der Geräte wird permanent neu aufgebaut und wie von Geisterhand verschwinden einige der unbekannten Geräte. Offensichtlich versucht der Gerätemanager Treiber aus dem Netz zu ziehen und findet sogar welche.

Hat sich danach die Situation gebessert? WLAN und Audio sind nun da, doch bei der Grafikkarte tut sich nichts. Auch das Touchpad erfüllt nur die grundlegende Funktion. Scrollen mit dem Finger oder die Wippe zwischen den Maustasten funktionieren nicht. Die Situation rund um den i855GM Chipsatz (wie auch eine Reihe andere Intel-Chipsätze) und Windows 7 ist katastrophal. Es gibt KEINE Treiber von Intel für eine ganze Latte an Chipsätzen… Und angeblich wird sich daran nichts ändern.

Die Übersicht

Windows XPWindows 7Ubuntu 9.10
GrafikkarteTreiberNein*OOTB* Kein Treiber für i855GM verfügbar
SoundTreiberJa*OOTB* Allerdings erst nachdem Netzzugang verfügbar
LANOOTBOOTBOOTB
WLANTreiberJa*OOTB* Allerdings erst nachdem Netzzugang verfügbar
TouchpadTreiberNein*OOTB*** Grundfunktion ja, kein Scrollen, keine Wippe
** Es müssen zwei Kernelparameter gesetzt werden

 

Fazit

Ich will mit diesem völlig aussagelosen, da nicht repräsentativen, Vergleich nicht behaupten, dass der Hardware-Support für Windows schlechter sei, als der von Linux. Ich habe schon Windows 7 auf Systemen installiert und musste keinen einzigen Treiber nachinstallieren. Doch wenn für ein paar Jahre altes System von einer Windows Version zur Nächsten (Vista verschweige ich lieber mal) keine Grafiktreiber mehr verfügbar sind und die Eingabegeräte nur unzureichend unterstützt werden, dann ist das äußerst Schade.

Das könnte Euch auch gefallen...

Anzeige...