O2-Kunden hier? Wurdet ihr auch vor Weihnnachten mit Anrufen von O2-Callcenter-Mitarbeitern bombardiert? Wurde euch auch immer wieder ein kostenloses Surf-Upgrade auf 5 GByte/Monat für drei Monate und danach weiter mit 1 GByte/Monat zum Nulltarif versprochen? Seid ihr auf das XMAS-2013-Angebot eingegangen? Dann schaut euch bitte sehr genau eure O2-Rechnungen an, denn das versprochene „XMAS-Geschenk“ ist alles andere als ein Geschenk. O2 kassiert für das Surf-Upgrade-M knappe 10 Euro pro Monat. Bei Reklamation der Rechnung meint O2, dass alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Ich… und viele andere in den O2-Foren und -Chats sehen das aber nicht so!
Im November/Dezember wurde meine bessere Hälfte mit Anrufen eines O2-Callcenters bombardiert. Über Wochen gingen fast täglich Anrufe verschiedener Festnetznummern auf dem Handy ein, jedes mal wollte O2 immer etwas verkaufen — Wir verbaten uns die Anrufe, geändert hatte das nichts. Mitte Januar gab es dann aber in der Tat ein interessantes Angebot: Versprochen wurde das Aufstocken des Datenpakets auf 5 GByte/Monat für drei Monate, danach geht es für den Rest der Vertragslaufzeit mit 1 GByte/Monat weiter. Kosten sollte dieses Update nichts, nada, niente, rein gar nichts! Man würde seinen alten Kunden gerne ein kleines Weihnachtsgeschenk machen.
Zur Sicherheit hat meine Frau den Callcenter-Mitarbeiter gebeten, doch noch einmal anzurufen, wenn ich zuhause bin, was dann auch ein paar Tage später geschah. Wieder versicherte der Callcenter-Agent mir bzw. uns, dass das Surf-Upgrade vollkommen kostenfrei sei. Es würde keine Einrichtungsgebühr kosten, die monatlichen Gebühren würden sich nicht ändern, die Vertragslaufzeit bleibt gleich — zudem bleibt unser Vertrag gekündigt. Nachdem der nette Mensch mich bat, das Gespräch aufzuzeichnen zu dürfen, erzählte er mir nochmals seinen Sermon, den ich abermals mit „Wir zahlen keinen einzigen Cent zusätzlich“ zusammenfasste. All das befindet sich nun bei O2 auf dem Band.
Nachdem wir der Aktion zugestimmt hatten, dauerte es nicht lange, bis O2 den neuen Surf-Tarif freischaltete. Eine SMS informierte uns darüber, dass wir jetzt Surfen können bis uns der Arzt holt. Die böse Überraschung erreichte uns nun aber mit der nächsten Rechnung. Das versprochene Surf-Update war bei weitem nicht kostenlos, O2 berechnete — anteilig für den bereits angelaufenen Rechnungszeitraum — 9,99 Euro. Also den Preis, den man ganz normal für das Surf Upgrade M bezahlen würde. Hergeschenkt wurde nur das zusätzliche Surfvolumen für die ersten drei Monate.

Dreist finde ich nun, wie O2 mit der Reklamation umgeht: An der Hotline wollte man uns nicht sonderlich viel sagen. Beim ersten Anruf rutsche der Mitarbeiterin jedoch ein „Da sind sie nicht der erste“ heraus. Man konnte/wollte uns telefonisch jedoch nicht weiter helfen, O2-Kollegen würden sich jedoch wieder bei uns melden.
Ein paar Tage später lag dann auch ein Anschreiben von O2 im Briefkasten, in dem man zwar den strittigen Betrag erstattete, uns aber den Fehler unterschob. Nur der Paketwechsel wäre umsonst — was er sowieso ist — das Surf-Upgrade kostet aber 9,99 Euro pro Monat. Angeblich hätte uns der Mitarbeiter darauf deutlich hingewiesen — das hätten Stichproben der aufgezeichneten Gespräche ergeben.

Bei uns war das mit Sicherheit nicht der Fall — und bedenkt man, dass die oft externen Callcenter-Agenten für das Aufschwatzen von Dienstleistungen und Vertragsupgrades saftige Provisionen kassieren — wohl auch bei anderen nicht. Schaut man sich im O2-eigenen Hilfe-Forum um, dann finden sich zahlreiche Nutzer, die eben über jene XMAS-Masche berichten und nun deutlich mehr zahlen, als eigentlich zugesagt war.
Es wird mit Sicherheit auch zahlreiche Kunden geben, die in die XMAS-Falle getappt sind und die nicht wirklich genau auf ihre Rechnung sehen. Klopft daher bei Freunden/Verwandten, von denen ihr wisst, dass die bei O2 Kunde sind, an und informiert sie darüber, dass sie dringend mal ihre Rechnung überprüfen sollten. Wer sich nicht um seine Rechnung kümmert, der zahlt für das Geschenk nun 10 Euro im Monat mehr — und ein Callcenter-Agent freut sich über seine ergaunerte Provision.
Tja O2, wie war das noch mal? Pacta sunt servanda? Verträge sind einzuhalten! Wenn ich einen Vertrag bei euch über zwei Jahre abschließe, dann muss schon die Hölle zufrieren, damit ich da wieder rauskomme. Wenn euch Verträge nicht passen, die dem Kunden einen Vorteil zugestehen, dann muss sich der Kunde verhört haben. In Zukunft wird mit euch nur noch schriftlich verhandelt und Gespräche werden mitgeschnitten, gibt ja Apps dafür 😉




Schreibe einen Kommentar