Flattr erlaubt das Abonnieren von Things/Zeit für einen Flattr-Rückblick

Avatar von Christoph Langner

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Flattr kann Things jetzt abonnieren. Dazu ein offenes Fazit aus einem Jahr Flattr auf einem Linux-Blog, inklusive Zahlen.

Flattr ist nicht tot, der Dienst stagniert allerdings

Bis dato habe ich hier auf LinuxUndIch.de Flattr nicht großartig behandelt. Weder habe ich über das Implementieren des Flattr-Buttons gebloggt, noch über die Einnahmen berichtet. Nun da Flattr langsam erwachsen wird, der Hype etwas abflacht und wichtige Funktionen wie die viel gewünschte Möglichkeit Flattr-Things über einen längeren Zeitraum zu abonnieren in Flattr eingebaut wurde, ist es an der Zeit mal ein kleines Flattr-Fazit aus der Sicht eines Linux/Tech-Bloggers zu ziehen.

Flattr und FOSS?

Ich persönlich halte Flattr für eine gute Methode Projekten aus der Welt der freien Software einen kleinen Obolus zukommen zu lassen. Daher habe ich hier im Blog auch schon lange einen Block mit Links zu den Flattr-Things von diversen OpenSource-Projekten eingebaut.

Gerade die neue Abo-Funktion ist hier in meinen Augen eine tolle Sache, da dadurch speziell Projekte profitieren, die eben nicht andauernd neue zu flatternde „Things“ generieren. Blogs und Zeitschriften waren hier deutlich im Vorteil. Man muss sich jetzt nicht mehr immer wieder dran erinnern bei „Lieblingsprojekt“ vorbeizusehen und den Flattr-Button zu drücken.

Lohnt sich Flattr für ein Linux-Blog?

Ehrlich gesagt eine schwierige Frage. Auf der einen Seite werden ganz klar Einnahmen generiert. Auf der anderen Seite lohnt sich Flattr für ein Tech-Blog mit „Stammlesern“ weniger. Geflattert werden ganz generell eher kontroverse/populäre Themen. Je weiter sich ein Beitrag verbreitet, desto öfter wird er geflattert. Der hinter dem Beitrag stehende Aufwand ist praktisch nicht relevant, mit einem dummen Witz kann man mehr über Flattr verdienen, als mit einem elaborierten Beitrag.

Ich konnte das auch bei mir auf dem Blog feststellen. Je diskussionswürdiger ein Beitrag war, desto eher wurde er geflattert. Um mal zu zeigen was bei einem Tech-Blog mit 250.000 Unique Visitors/Monat rumkommt, lege ich meine Daten offen…

  • Juni: 3,90
  • Juli: 12,26€ (12 Artikel)
  • August: 11,78€ (17 Artikel)
  • September: 15,34€ (20 Artikel)
  • Oktober: 23,34€ (17 Artikel)
  • November: 6,41€ (7 Artikel)

…ein Flattr-Klick kommt dabei meist im Schnitt auf ca. 50 Cent. Insgesamt sind das natürlich keine weltbewegenden Beträge, aber es ist auch wieder nicht so wenig, dass man Flattr als Blogger ignorieren sollte.

Was bringt Flattr in der Zukunft?

Der nächste große Schritt von Flattr wird die Implementierung einer sogenannten REST-API sein, aktuell befindet sich diese neue Schnittstelle zu Flattr im geschlossenen Beta-Test. Einen offiziellen Startzeitpunkt für die neue API gibt es nicht, die offizielle Aussage lautet „It’s done, when it’s done“. Kennen wir ja von Debian 😉

Warum ist das so interessant? Aktuell werden die für Flattr benötigten Skripte extern bei Flattr gespeichert und beim Laden einer Webseite mit Flattr-Button von dort in den Browser geladen. Ähnlich wie bei Facebook- oder Twitter-Buttons weiß Flattr also, welcher Beitrag von wem (falls bei Flattr eingeloggt) wie oft aufgerufen wurde. Mit der REST-API wird das Geschichte sein, da dann die Skripte auf der eigenen Webseite liegen können und der Browser des Lesers nur noch dann mit Flattr in Kontakt tritt, wenn auch der Flattr-Button gedrückt wird. Es wird also das Thema „Datensparsamkeit ist besser als Datenschutz“ ordentlich umgesetzt und ein großer Kritikpunkt von Flattr beseitigt.

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6 Kommentare zu „Flattr erlaubt das Abonnieren von Things/Zeit für einen Flattr-Rückblick“

  1. Avatar von Roger Wilco

    „Mit der REST-API wird das Geschichte sein, da dann die Skripte auf der eigenen Webseite liegen können und der Browser des Leses nur noch dann mit Flattr in Kontakt tritt, wenn auch der Flattr-Button gedrückt wird.”

    Das funktioniert auch jetzt schon, wenn du statt des JavaScripts einfach ein statisches Flattr-Bild verwendest.

    1. Avatar von Christoph

      Das ist für einzelne Things praktikabel, doch für ein Blog nicht. Dort müssen ja permanent neue Things angelegt werden. Da ist Integration über die bestehenden Add-Ons schon sehr komfortabel.

  2. Avatar von Thomas Haseloff

    Deine Einnahmen-Struktur ist sehr interessant. Viel getextet –> mehr Einnahmen. logisch, aber danke, dass du das hier nochmal konkret gemacht hast…Kannst du vielleicht noch zusätzlich den Monatlichen Klickwert dazuschreiben? Würde gerne Wissen, ob der sich verändert…Vielen Dank!!!

    Das ein Text der eher kontrovers ist, mehr geflattert wird (Flattr-Populismus) ist eigentlich klar. Er trifft halt mehr die Meinung vieler und bekommt auch einfach größere Reichweite…

    1. Avatar von Christoph

      Hallo Thomas, ich hab die Daten mal rausgezogen…

      Juni 3,90 € 17 0,23 €
      Juli 12,26 € 40 0,31 €
      August 11,78 € 43 0,27 €
      September 15,34 € 63 0,24 €
      Oktober 23,34 € 52 0,45 €
      November 6,41 € 17 0,38 €

      Der Betrag/Klick ändert sich doch stärker als ich gedacht habe.

  3. Avatar von anfi

    Ich bin etwas überrascht. Bei deiner „Reichweite“ hätte ich mehr Flattr-Einnahmen erwartet. Gönnen würde ich es dir auf jeden Fall. Ich hege insgeheim die Hoffnung, daß du mit Affiliateprogrammen etc. die 20 Flattr-Euros noch etwas „aufrunden“ kannst. Ich werde ab Februar mal n bissl weniger Flattrn, damit im Verhältnis bei den mir wichtigen Bloggern mehr hängenbleibt.

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https://linuxundich.de/allgemein/flattr-erlaubt-das-abonnieren-von-thingszeit-fur-einen-flattr-ruckblick/ — gedruckt am 25. September 2026