Im hart umkämpften Video-on-Demand-Markt macht sich Amazon jetzt auf die Karten neu zu mischen. Wer eine Amazon-Prime-Mitgliedschaft für 49 Euro pro Jahr abschließt, der kann sich nicht nur jeden von Amazon verschickten Artikel versandkostenfrei nach Hause senden lassen, sondern auch ein Kindle-E-Book pro Monat kostenlos ausleihen und auch Amazons Online-Videothek Prime Instant Video nutzen. Dumm nur, wenn man kein Kindle-Gerät besitzt. Für den Zugriff auf Prime Instant Video brauchte es entweder ein Fire-Tablet oder einen Mac- oder Windows-PC mit Silverlight. Linux-User können sich wenigstens mit Pipelight aushelfen. Amazon legt nun aber den Schalter um. Die gerade überarbeitete Amazon-App erlaubt nun jedem Android-Gerät den Zugriff auf digitale Produkte, wie eben E-Books, MP3s, Apps und Spiele und eben die Amazon-Prime-Videothek.
Wer die Amazon DE bisher noch nicht auf seinem Handy installiert hat, macht dies wie gewohnt über den Google Play Store. Liegt die App schon auf eurem Smartphone, dann solltet ihr eigentlich bereits ein anstehendes Update angezeigt bekommen. Tablet-User, die hingegen auf die offizielle Amazon-App für Tablets setzen, müssen sich allerdings noch ein wenig in Geduld üben. Bisher hat Amazon nur der für Handys gedachten Anwendung das entsprechende Update verpasst. Nach der Installation startet ihr die App und wischt euch ein wenig nach unten bis runter zu Prime Instant Video durch. Alternativ findet ihr weiter unten den Weg zu E-Books, Musik und Apps oder Spielen. Für diese müssen nicht mehr zwangsläufig der Amazon-App-Store installiert werden.




Zum Anschauen der Prime-Videos tippt ihr euch nun zu einem Film durch und klickt auf Jetzt ansehen. Die Amazon-App wird euch daraufhin bitten die Prime-Instant-Video-App zu installieren. Dies geschieht nicht über den Google Play Store, sondern als manueller Download aus der Amazon-App heraus. Ist das Programm installiert, kommt ihr wieder zum Film zurück, den ihr dann anschließend sofort abspielen könnt. Das Ganze funktionierte auf meinem gerooteten Samsung Galaxy Nexus mit OmniROM als System ohne Schwierigkeiten.
Natürlich gibt es aber auch einen Haken an der Sache — in meinen Augen ist das schon fast wieder ein Dealbreaker. Die Prime-Videos können nun zwar auch auf normalen Android-Handys und -Tablets abgespielt werden, allerdings bleibt Googles günstiger Chromecast-Dongle nach wie vor außen vor. Die neue Amazon-App spielt den Inhalt nur direkt auf dem jeweiligen Gerät ab, das Streamen des Bildes auf den Fernseher per Chromecast lässt Amazon wohl zugunsten seines gerade eben erst gestarteten Amazon-Fire-TV erst einmal links liegen. Interessante Features wie die Offline-Funktion von Watchever fehlen Amazons-Video-App ebenfalls.






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