Das Lifebook S-6120 von Fujitsu-Siemens funktioniert unter Linux praktisch out-of-the-Box wunderbar. Ein paar kleine Nacharbeiten kann man machen, so dass das Notebook alle Wünsche erfüllt. Nur das Absenken der Prozessorspannung ist etwas aufwändig. Durch das Absenken der CPU-Spannung kann man den Stromverbrauch der CPU deutlich senken und so zum einen deutlich längere Akkulaufzeiten erreichen sowie für einen leiseren Betrieb des Rechners sorgen, da die CPU weniger Abwärme erzeugt…
[UPDATE 30.05.09: Seit Ubuntu „Jaunty Jackalope“ 9.04 hat sich das Verfahren geändert. Man kann nicht mehr so einfach das Kernelmodul ändern. Informationen hierzu findet man unter PPA für Jaunty mit gepatchtem Kernel zum Undervolten hier in meinem Blog.] Für den Ubuntu-Kernel benötigt man den Linux-PHC Patch, der das Ändern der Spannungswerte durch Schreiben in eine Systemdatei erlaubt. Dabei wird lediglich das für die CPU-Steuerung zuständige Kernel-Modul (eine Datei) verändert. Informationen dazu findet man im Wiki von ubuntuusers.de. Das Vorgehen ist unabhängig von der eigenen Hardware.
Hat man den Patch eingespielt, muss man nun für jede Taktstufe der CPU die Spannung individuell anpassen. Die Spannung sollte so weit wie möglich gesenkt werden. Senkt man sie jedoch zu weit ab, so hängt sich der Rechner auf. Leider muss man zum Teil recht lange probieren, bis man brauchbare Werte findet. Um anderen die Arbeit zu ersparen, veröffentliche ich hier die Daten für „mein“ FSC Lifebook S-6120. Am einfachsten realisiert man die Absenkung der CPU-Spannung über ein init-Skript, so wird die Spannung automatisch beim Booten abgesenkt. Die Skripte habe ich bereits vorbereitet.
$ sudo mkdir /etc/phc-config/
$ sudo wget http://linuxundich.de/static/undervolt.config -o /etc/phc-config/undervolt
$ sudo wget http://linuxundich.de/static/undervolt.init -o /etc/init.d/undervolt
$ sudo chmod +x /etc/init.d/undervolt
$ sudo update-rc.d undervolt defaults
Dies lädt das Skript /etc/phc-config/undervolt sowie die Konfigurationsdatei /etc/phc-config/undervolt herunter und verlinkt das Skript in den Runleveln. Von nun an wird die Prozessorspannung automatisch abgesenkt. Sollte es nun zu Abstürzen kommen, so muss die Prozessorspannung wieder angehoben werden. Dazu muss man die /etc/phc-config/undervolt bearbeiten und die Werte erhöhen. Informationen dazu findet man wieder im Wiki von ubuntuusers.de.
CUSTOM_VTABLE="33 33 20 14 6 4"





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