Vor ein paar Tagen habe ich ja schon einmal über das Humble Indie Bundle im Blog geschrieben. Um mich nicht vollständig zu wiederholen hier nur eine kurze Erklärung: Das Humble Indie Bundle ist ein Experiment kleiner Indie-Spieleschmieden, fünf Spiele in einem Paket zu einem Preis, den der Kunde selber bestimmen kann, zu verkaufen. Dabei spenden die Entwickler von Haus aus 50% des Verkaufspreises (wobei der Kunde auch diesen Prozentsatz bestimmen kann) an die Organisationen Free Software Foundation und Child’s Play. Mehr dazu findet ihr im verlinkten Beitrag.

Nach den ersten erfolgreichen Tagen übertrifft der Erfolg des Experiments wohl sämtliche Erwartungen. Zur Stunde (aktuelle Daten gibt es hier) haben 114.185 Kunden 1.033.979 Dollar zusammengetragen, von denen aktuell 320.683 an die genannten Organisationen gehen. Im Schnitt hat also jeder Käufer neun Dollar bezahlt, Linuxer zahlen freiwillig – mal wieder – deutlich mehr.
Aufgrund dieses Erfolges wurde das Bundle um das (Flash-)Spiel Samorost 2 aufgestockt und – was wohl noch deutlich interessanter ist – der Quellcode von Aquaria, Gish, Lugaru HD sowie Penumbra Overture wird freie Software!
In meinen Augen zeigt das mal wieder zwei Dinge: Erstens müssen kleine Software-Unternehmen kreativ im Marketing sein. Alleine hätten die fünf Indie-Labels nie solch eine Lawine lostreten können. Und Zweitens zahlt sich echte Wohltätigkeit aus. Aufgrund der Spenden an die FSF und an Child’s Play nimmt man allen „Die sind ja nur auf das schnelle Geld aus“-Kritikern den Wind aus den Segeln und verleiht der Aktion einen sympathischen Touch, der wohl auch deutlich zum Erfolg beigetragen hat. Wer das Bundle noch nicht erworben hat, der kann dies noch rund 4 Tage tun.






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