Der Dateimanager Nautilus aus der GNOME-Desktopumgebung ist nicht der schlechteste Dateischubser, den man sich vorstellen kann. Mittlerweile verfügt er über Tabs und eine zweispaltige Ansicht. Über GVFS können entfernte Dateisysteme (WebDAV, FTP, SSH…) wie normale Verzeichnisse eingebunden werden. Man kann ein Terminalfenster im Dateimanager einblenden lassen usw. Im Normalfall bin ich mit Nautilus sehr zufrieden, doch ab und an wünsche ich mir doch eine eierlegende Wollmilchsau wie den Total Commander, um bspw. Verzeichnisse abgleichen oder Dateien mit regulären Ausdrücken umbenennen zu können. Von daher ist es keine Frage, dass es Bedarf an alternativen Dateimanagern wie GNOME Commander, Midnight Commander und Co. gibt. Der Sunflower Dateimanager ist ein ziemlich neuer Vertreter aus dieser Reihe, der Dateimanager möchte sich gut in den aktuellen GNOME-Desktop einpassen, einfach zu bedienen und dennoch leistungsfähig sein.
Aktuell befindet sich Sunflower noch in einer Alpha-Phase, alle paar Tage gibt es ein neues Build aus der 0.1er Reihe. Von daher gibt es auch noch wenige Paketbauer für das Programm. Am einfachsten installiert sich Sunflower in Archlinux, wo das Programm im AUR enthalten ist, und Ubuntu, für das es eine PPA-Paketquelle gibt…
$ sudo add-apt-repository ppa:ferramroberto/sunflower
$ sudo apt-get update && sudo apt-get install sunflowerAnsonsten stellt der italienische Blogger Ferram Roberto auf lffl auch noch einzelne Pakete für Debian wie auch Fedora zur Verfügung. Zur Not kann man sich auch einfach den aktuellen Code via code.google.com herunterladen, das Archiv entpacken und die Anwendung über die ausführbare Datei starten.

Wie vorher schon erwähnt ist Sunflower noch lange nicht vollständig. Die ToDo-Liste umfasst alleine für die endgültige 0.1er Version noch wichtige Funktionen wie eine Suche, Verzeichnisabgleich, Text-Betrachter und -Editor und vieles mehr. Zudem fehlen auch noch Übersetzungen, hier ist vielleicht die Community aufgerufen beizuspringen, eine passende Anleitung zum Erstellen einer Übersetzung gibt es im Wiki von Sunflower.

Ansonsten bin ich mal gespannt wie sich das Programm entwickelt. Neuigkeiten bekommt ihr über MeanEYE_rcf@Twitter, Mladen Mijatov@Google+ oder natürlich über die Homepage auf code.google.com mit. Zum Abschluss noch eine Demo vom Autor zur schon etwas angestaubten Version 0.1a-21, die in fünf Minuten einige Funktionen des Dateimanagers erklärt.





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