Zur Abwechslung stelle ich kurz einen Hardware-Mod vor, den ich bei den IKEAHackers gefunden habe. Ihr kennt eventuell die Ambilight-TVs von Philips, die passend zum dargestellten Bild die Wand im Hintergrund farblich ausleuchten. Der schwedische Hacker Ornotermes hat sich mit ein paar IKEA-LEDs und einem eigenen Controller sein eigenes Ambilight für den PC für ein paar Euros selber gebaut. Das gesamte Projekt, von der Platine, über die Firmware bis hin zu den in Python geschriebenen Programmen für Linux steht unter freien Lizenzen, so dass man mit ein bisschen Know-how das Ganze auch selber nachbauen kann.
Benötigt wird dafür ein IKEA DIODER-Modul mit 4 LED-Streifen [UPDATE 10.9.2011: Link korrigiert, ursprünglich zeigte er zu den rein weißen LEDs] und einer Leiterplatine, die man sich selber fertigen muss. Die Pläne für die Platine liegen als Schaltplan im Format für Eagle vor. Die benötigte Software steht unter der GPL und wird im Git des Autors gehostet. Die Module können dann z.B. hinter dem Monitor angebracht werden und bezüglich der Farbe vom Rechner aus gesteuert werden.

Ornotermes hat eine Reihe von kleinen Programmen geschrieben, mit denen dann die LEDs angesteuert werden können. Es gibt ein kleines Programm für das Terminal das man in eigenen Skripten verwenden kann, ein kleines GTK-Tool mit graphischen Slidern und auch ein Tool, dass sich in die Soundkarte einklinkt und dann Farbe wie auch Helligkeit im Rhythmus der Musik ändert. Es gibt ein kleines Video, das die Funktion demonstriert, weitere Videos findet ihr im YouTube-Channel von Ornotermes.
Das Geflacker ist sicherlich nichts, um es permanent beim Abspielen von Musik laufen zu lassen, doch bei der nächsten Party macht man mit dieser „Disko“ sicherlich Eindruck 😉 Klasse wäre natürlich auch noch ein zusätzliches „Ambilight-Tool“, das die Farben des Bildschirminhalts analysiert und dann die LEDs dementsprechend einstellt. Für mich als „Nicht-Elektrobastler“ würde das Ätzen und Bestücken der Platine leider eine zu große Herausforderung darstellen, aber vielleicht liest ja der eine Tüftler mit und setzt die Idee ebenfalls um.





Schreibe einen Kommentar