Ein Bildschirmschoner bzw. der Energiesparmodus des Bildschirm werden erst nach einer voreingestellten Zeitspanne, in der keine Aktionen via Maus oder Tastatur erfolgen, aktiv. Stephen Tarzia von der Northwestern University hat sich mit seiner Forschungsgruppe daran gemacht diese Zeit zu verkürzen. Nachdem der Benutzer den Arbeitsplatz verlässt, soll der Monitor sofort und ohne Interaktion des Benutzers in den Standby gehen.
Dies soll über Ultraschall-Signale geschehen, die über von einer Software generiert werden, über die Boxen des Computers abgespielt und von ein Mikrofon aufgenommen werden. Die Signale mit über 20kHz sollen vom menschlichen Ohr nicht wahrnehmbar sein. Für Windows gibt es fertige ausführbare Dateien des Sonar Power Managers, unter Linux muss man sich sonarPM selber kompilieren…
Den Quellcode könnt Ihr von der Homepage herunterladen und anschließend entpacken. In der README findet Ihr dann eigentlich alle nötigen Informationen um sonarPM zu installieren. Ich gebe Euch trotzdem alle Infos Schritt für Schritt, so könnt Ihr auch ohne große Basteleien sonarPM austesten…
$ tar -xzf SonarPM*.tar.gz
$ cd sonar_dist/
Um sonarPM nun kompilieren zu können, braucht ihr folgende Bibliotheken.So wie ich das sehe, müsste es diese Bibliotheken für alle Ubuntu-Versionen und Debian ab Lenny geben.
$ sudo apt-get install portaudio19-dev libxss-dev libwxgtk2.8-dev
Habt Ihr die Bibliotheken installiert, könnt Ihr Euch dran machen sonarPM zu kompilieren. Ihr könnt direkt make ausführen, ein configure-Skript wird nicht benutzt…
$ make sonar_gui
$ make sonar_tui
Da das Programm nicht in der Lage ist für seine Konfigurationsdateien im Home-Verzeichnis einen Ordner anzulegen, müsst Ihr das machen.
$ mkdir ~/.sonarPM
Nun seid Ihr fertig und könnt die GUI von sonarPM via…
$ ./sonar_gui
… starten. Bei diesem ersten Start müsst Ihr die passenden Audio-Geräte auswählen. Unter Ubuntu Karmic funktionierte PulseAudio recht gut. Das Mikrofon habe ich jedoch direkt ausgewählt.

Anschließend startet sonarPM und fängt an Signale auszugeben. Anfangs hört man noch deutlich Signale, die nach und nach verschwinden. Nach rund 30 Sekunden Kalibrierung blieb sonarPM für mein Höhrempfinden (fast) lautlos.

Bei mir klappte das Abschalten des Bildschirmes, allerdings nicht wirklich zuverlässig. Manchmal ging der Bildschirm aus, obwohl ich noch vor dem Rechner saß. Manchmal bleibt er an, obwohl ich nicht am Rechner sitze. Eventuell liegt das am Mikrofon meiner Webcam, das leider einen etwas zu dumpfen Klang liefert. Vielleicht entstehen die leisen Klicks, die ich ab und zu höre, auch durch das schlechte Mikrofon. Auch scheinen die Boxen mancher Laptops zu limitiert zu sein. Oft können die Brüllwürfel billiger Laptops die nötigen 20kHz nicht liefern. sonarPM eignet sich daher eher zum rumspielen und ausprobieren, am besten ist sowieso der schnelle Griff zum Ein-/Aus Schalter des Monitors.






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