Lange hat es gedauert, doch heute hat Google über das Google Talk Blog bekannt gegeben, dass es den Google Mail Voice- und Video-Chat nun auch für Linux gibt. Aktuell gibt es Pakete für Debian und auf Debian basierende Distributionen wie Ubuntu oder Sidux. Später sollen auch noch RPM-Pakete für Fedora oder auch OpenSUSE veröffentlicht werden. Der Funktionsumfang der Linux-Version soll gleichauf mit den Möglichkeiten der Windows- bzw. MacOS X-Version sein.
Die Installation ist trivial: Geht auf die Voice- und Video-Chat Seite, klickt auf den „Voice- und Video-Chat installieren“-Button, ladet euch die DEB-Datei herunter (Passend zum System wird automatisch 32- oder 64-Bit ausgewählt) und installiert das Paket mit einem Doppelklick. Mittlerweile gibt es auch RPM-Pakete für OpenSUSE oder Fedora.

Eventuell benötigte Abhängigkeiten werden aus der Paketverwaltung automatisch installiert. Nach einem Neustart des Browsers können aus Google Mail heraus Audio- und Video-Telefonate gestartet werden. Weitere Informationen gibt es von Google selber. Somit gibt es endlich eine Alternative zu Skype für Audio- und Video-Kommunikation über das Internet zu allen großen Desktop-Systemen, wobei man leider den proprietären Teufel Skype mit dem Belzebub Google austreibt.
Eine „offene“ Abhilfe gibt es mit XMPP/Jingle (Siehe Pidgin, Empathy und Co.), doch meines Wissens gibt es bislang noch keinen XMPP (aka Jabber) Client, der Audio-/Video-Chats unter Windows beherrscht. Somit ist es gut, dass es mit Google Mail Voice- und Video-Chat wenigstens eine Alternative zu Skype gibt.
[UPDATE] Ich sehe gerade, dass es in den Chat-Einstellungen von Google Mail nun auch Optionen für den neuen Voice- und Video-Chat gibt. Ihr könnt hier überprüfen ob Mikrofon und Webcam funktionieren, auswählen welche Audio-/Video-Geräte genutzt werden sollen und auch festlegen, dass hoffentlich anonymisierte Daten zur Übertragungsqualität zu Google geschickt werden.





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