Als Amazon vor kurzem das Sony Ericsson LiveView (Amazon) zu einem wirklichen Spott-Preis von 25 Euro verschebelt hat, wurde ich als Gadget-Fan so neugierig auf das kleine Display, dass mich die schlechten Kritiken auf Amazon und auch das Abraten eines Twitter-Followers nicht davon abhalten konnten, das kleine Ding zu bestellen. Heute kam das LiveView bei mir an, und ich konnte mir deutlich schneller ein Urteil über das Sony Ericsson LiveView bilden, als ich ursprünglich gedacht habe. Doch zuvor: Was ist das LiveView?
Das kleine Kästchen ist ein externes Display für Android-Handys. Ursprünglich für Geräte von SE vorgesehen, funktioniert es auch ganz offiziell mit Geräten anderer Hersteller. Das LiveView funktioniert wie eine Uhr, die über Bluetooth eingehende Emails, Anrufe, Facebook-Nachrichten und Co. auf seinem OLED-Display anzeigen und optional auch per Vibrationsalarm signalisieren kann.

Die Kritiken auf Amazon sind zum größten Teil ziemlich schlecht. Die Anwender berichten davon, dass die dafür notwendige Android-App das Handy ausbremst und sogar das komplette Gerät zum Absturz bringen kann.
Tja, und was muss ich sagen: Diese Aussagen sind – zumindest hier auf einem HTC Desire – vollkommen korrekt. Ich hatte die Anwendungen heute Mittag auf meinem Desire installiert und das LiveView via Bluetooth gekoppelt, mich dann aber den Tag lang nicht mehr um die Sache gekümmert. Heute Abend hing das Handy nun vollständig, so dass ich es nur noch durch Herausnehmen der Batterie zu neuem Leben erwecken konnte. Solche Totalabstürze hatte ich zuvor bei meinem Desire noch nie beobachten können.
Dazu kommt dass das Gerät für eine „Pseudo-Uhr“ extrem unangenehm zu tragen ist. Das Klettarmband kratz wie Juckpulver am Handgelenk und ich merke deutlich, dass ich unter dem Armband schwitzen würde, wenn ich es länger tragen würde.
Von daher: Die Idee ist nett. Die Umsetzung jedoch unbrauchbar. Zu schlecht ist die Software, zu unbequem ist das Armband (theoretisch könnte man es jedoch gegen ein normales Armband einer Uhr ersetzen) zu fragil erscheint das komplett Gerät.
Erspart euch daher am besten dieses Abenteuer und setzt auf eine der Bluetooth-Uhren vom Typ MBW-150 oder MBW-200 von (welch Ironie) Sony Ericsson. Diese Uhren haben ein deutlich besserer Renommee und können dank OpenWatch nicht nur von Android-Geräten aus gesteuert werden.




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