Nachdem mein HTC Desire angekommen ist (Hab nun doch das Geschäftskunden-Angebot der Telekom genutzt, beim Angebot von Handyflash hätte ich einen komplett neuen Vertrag bekommen und somit auf meine Multicard verzichten müssen) ist es an der Zeit die ersten Eindrücke mit einem Android-Gerät der „zweiten Generation“ zu beschreiben. Das Galaxy war als günstiges Gebrauchtgerät ein akzeptables Android-Handy, das meinem Anspruch an Android mehr oder weniger gerecht wurde, doch die eine oder andere Macke – und vor allem die träge CPU – nagten doch ein bisschen an den Nerven.
Mehr Power!!!
Was bemerkt man also, wenn man von einem alten Galaxy auf ein neues Desire umsteigt? Wie sagt der Heimwerkerkönig Tim Taylor das so gerne?… „Mehr Power!!!“ Die schnellere CPU merkt man an allen Ecken und Kanten von Android. Nicht nur bei Spielen oder irgendwelchen aufwändigen Anwendungen, sondern auch im Alltag, wenn man bspw. Software installiert. Hing vorher der Download von Anwendungen und die nachfolgende Installation deutlich hinterher, sind Apps jetzt im Nu installiert.
Deutlich flotter geht jetzt auch der hauseigene Browser zu Werke. Auf dem Galaxy musste ich Opera Mini verwenden, da der Android-Browser eine wahre Schnecke war. Jetzt werden Webseiten mit dem Android-Browser oder auch mit der gerade erschienenen Voll-Version von Opera ruckzuck geladen. Das Öffnen von „normalen“ Webseiten macht damit deutlich mehr Spaß.
HTC Sense
Die von HTC beigesteuerte Sense-Oberfläche verwirrt in meinen Augen beim Umstieg von einer älteren „Vanilla-Version“ von Android etwas. Mir gefällt etwa die recht überladene Telefon-Applikation nicht wirklich. Im Video von oben könnt Ihr euch selber einen Eindruck zu HTC-Sense machen.
Flash? Besser nicht!
Nervig ist auch Adobe Flash auf dem Android. HTC packt eine abgespeckte Version namens Flash Lite von Haus aus auf das Desire und seit einiger Zeit gibt es ja auch Flash als „Vollversion“ als Beta für Android. Beides ist im Browser ziemlich nutzlos: Zwar laufen Flash-Inhalte, doch schaut man bspw. Videos auf Spiegel Online, so ruckeln diese wie eine Dia-Show.
Zusätzlich darf man sich dann noch mit großen und Traffic verschwendenden Flash-Bannern im Browser herumschlagen. Auch konnte ich beobachten, dass ein Vimeo-Flash-Video das ganze Gerät zum Absturz brachte. Brauchbar ist Flash nur bei für Mobilgeräte aufbereiteten Seiten. pocketnow.com kommt da zu einem ähnlichen Fazit.
Neue Apps? Skype! Richtige Spiele
Auf dem Galaxy liefen mittlerweile einige Anwendungen nicht mehr, da „moderne“ Apps oft mindestens Android 2.1 fordern. Beispiele dafür wären Skype, Adobe Reader oder auch viele Spiele. Manchmal war es mit dem Galaxy schon etwas „deprimierend“, wenn eine interessante Anwendung auf dem Markt erschien, sie aber mal wieder nicht für ältere Androiden verfügbar war.
Skype für Android
Aktuell habe ich mir schon Skype angesehen. Ich habe nur ein Gespräch über WLAN geführt und überzeugen konnte mich Skype dort nicht. Der Ton setzte oft aus und die Qualität des Audio-Signals war auch nicht überragend. Ob es an mir, oder an meinem Gesprächspartner lag, muss ich noch rausfinden.
Es ist auch etwas nervig, dass man Skype nicht einfach beenden kann. Einmal gestartet nistet sich Skype als Prozess in die Statusleiste ein. Beenden kann man Skype nur, indem man den Status auf „Abgemeldet“ setzt, was einige Klicks durch die Menüs erfordert.
Aufwändige Spiele
Schick sind Spiele wie Angry Birds oder FIFA World Cup. Ich habe nicht viel Zeit zum Spielen, aber es ist schon erstaunlich was man so aus dieser kleinen Kiste herausholen kann. Angry Birds habe ich kurz angespielt und muss sagen, dass es schon Spaß macht.
Was fällt noch auf?
Das Wichtigste ist in meinen Augen, dass Android 2.x endlich seine Kinderkrankheiten abgelegt hat. So funktioniert bspw. die Sprachsuche einwandfrei. Man kann jetzt etwa in der Navigation eine Adresse einfach einsprechen. Für das Galaxy (mit Android 1.6) gab es diese Funktion zwar auch, doch diese war sehr buggy. Auch gibt es jetzt keine Hänger mehr, die immer wieder bei aufwändigeren Anwendungen wie der Navigation auftraten.
Für mich wichtig ist auch, dass nun endlich das WLAN nach einem längeren Standby wieder zuverlässig aktiviert wird. Beim Galaxy mit Android 1.6 musste ich immer erst WLAN ab- und wieder anschalten, um wieder eine WLAN-Verbindung zu haben.
Fazit gefällig? Android-Geräte der ersten Generation eignen sich nach wie vor für Anwender, die primär über das Internet kommunizieren und ihre Daten synchronisieren wollen. Sei es per Mail oder Chat, mit neueren Geräten hat man hier nur wenig Vorteile. Wer jedoch öfters mal „Neues“ ausprobieren möchte, der wird mit einem Galaxy und seinen Alterskollegen das eine oder andere Mal an die Grenzen der Geräte stoßen.






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