Ich muss nochmal das Thema Geräte mit Android 3.0 oder 4.0 via MTP in Ubuntu Linux einbinden von gestern aufgreifen. Dort habe ich recht ausführlich geschrieben, warum man viele Android 3.x oder 4.0 Geräte nicht mehr als USB-Massenspeicher nutzen kann und wie man über das Media Transfer Protocol (MTP) trotzdem noch auf die Daten des Handys/Tablets zugreifen kann. Der Aufwand ist noch recht hoch, doch wenn man das Handy auf den Vorgänger PTP umstellt, dann klappts in Ubuntu 11.10 auch ohne weitere Basteleien.
Der Hinweis kam von Andy Schönemann aka maroony. Die nötige Einstellung ist ein bisschen tiefer in den Optionen vergraben. Ihr findet sie unter „Einstellungen -> Speicher -> Menü -> USB-Verbindungen“. Dort muss nur der Haken bei Kamera (PTP) gesetzt werden, danach taucht das Gerät direkt im Dateimanager, in meinem Fall Nautilus mit der GNOME-Shell, wieder auf.


Negative Auswirkungen bezüglich der Umstellung konnte ich bislang nicht feststellen, sowohl Android wie auch die Datenübertragung funktionieren bislang gut. Ist die PTP-Einstellung gesetzt, dann taucht das Galaxy Nexus ganz normal im Dateimanager auf. Es lassen sich Dateien hochkopieren, löschen, verschieben oder natürlich auch wieder runterladen. Ganz so, als ob man wie gewohnt per USB-Massenspeicher auf das Handy zugreifen würde.

Allerdings scheint das nur für das Galaxy Nexus bzw. Android 4.0 zu gelten. Auf zwei Honeycomb-Tablets (also Android 3.x) kann ich keine solche Option finden. Auch im Netz lässt sich nichts entdecken, dass man Honeycomb auf PTP umstellen könnte. Der PTP-Modus scheint also nur bei Geräten mit Android 4.0 verfügbar zu sein. Wer ein „älteres“ Tablet mit Android 3.x hat, der muss daher wohl oder übel auf die libmtp bzw. MTPFs zurückgreifen.

//PS: Nach ein paar Tagen Nutzung zeigen sich allerdings auch die Grenzen des Ganzen. Je mehr Daten man auf dem Handy gespeichert hat, desto länger dauert das Übertragen des Verzeichnisbaums. Wer also ein neues Handy mit Android ICS hat, der kommt mit der beschriebenen Lösung eventuell zurecht. Wenn man allerdings schon einige Daten auf dem Handy abgespeichert hat, dann kommt es zu Fehlermeldungen beim Einlesen der Daten.






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