Notizen via Epistle mit Android und Dropbox synchronisieren

Avatar von Christoph Langner

2 Min. Lesezeit

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Epistle ist ein bewusst schlichter Texteditor für Android, der seine Notizen über Dropbox mit dem Desktop abgleicht.

Epistle auf Android

Mich fuchst es schon länger, dass ich keine ordentliche Lösung zum Synchronisieren von Notizen zwischen Desktop und Android-Handy habe. Ich möchte kurze Texte auf dem PC/Handy erstellen und auf dem jeweils anderen Gerät ohne großen Aufwand lesen können. Theoretisch gäbe es bspw. Tomdroid (Siehe auch AndroidPIT), doch damit kann man nur mit Tomboy erstellte Notizen lesen, nicht aber auf dem Handy bearbeiten. Dropbox wäre natürlich die naheliegendste Lösung, doch die Dropbox-Applikation für Android besitzt keinen Texteditor. Die Lösung scheint nun endlich gefunden, Epistle ist ein simpler Editor, der seine Notizen über Dropbox synchronisieren kann.

Epistle verspricht, ein (sehr) einfacher Texteditor zu sein, der Notizen mit Dropbox synchronisieren kann. Eben genau das hält Epistle auch ein. Man kann Notizen erstellen, sie ändern, umbenennen und löschen und das Ganze natürlich mit Dropbox abgleichen. So hat man seine Notizen immer dabei, ohne dass man sie von Hand hin- und herkopieren müsste.

Der Editor verfügt dabei über keinerlei Schnickschnack, man kann nur blanke Texte editieren. Formatierungen wie bei einem Office-Produkt kennt Epistle nicht. Braucht es in meinen Augen nicht. Solche Notizen brauche ich eigentlich nur, um schnell beliebige Informationen für später zu archivieren.

Die Installation von Epistle kann über den Market erfolgen. Einen QR-Code findet ihr in diesem Artikel oder auch auf der Homepage des Herstellers. Aktuell ist Epistle noch eine Beta und kostenlos. Hoffentlich bleibt das so, wenn die Anwendung offiziell veröffentlicht wird.

Wer Dropbox noch nicht kennen sollte: Dropbox ist ein Webstorage-Dienst, ähnlich wie bspw. Ubuntu One. Wenn man sich mit 2GB Speicherplatz begnügen kann, dann ist der Dienst kostenlos. Mehr Platz kann gegen einen monatlichen Obolus erkauft werden, oder über Referral-Links auf bis zu 18GB erweitert werden. Pro geworbenen Dropboxer gibt es 250MB für den Werber, wie auch für den Geworbenen kostenlos auf die 2GB oben drauf (Studenten können sich sogar jeweils 500MB sichern). Wer sich also über diesen Link (Wie üblich verlose ich diesen Referral-Link unter meinen Twitter/Identi.ca-Followern. Das „Los“ traf diesmal auf @kanedo von Twitter) anmeldet, der hat automatisch 2,25GB Speicherplatz zur Verfügung.

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20 Kommentare zu „Notizen via Epistle mit Android und Dropbox synchronisieren“

  1. Avatar von Dahaniel

    Also ich benutze ja seit neuestem Springpad (springpadit.com) unter Android und sonst im Browser, sehr schöne Oberfläche mit tollen Feaures (z.B. ein Buch einfach auf eine Liste setzen indem man den Barcode scannt oder die ISBN eingibt)
    Wenn das dann noch mit TheBoard [Video] synchronisieren würde wäre es perfekt, die sieht nämlich seeeehr vielversprechend aus!

  2. Avatar von droidme

    Schöner Artikel, wie eigentlich immer. Lese seit geraumer Zeit deine Artikel.
    Um meine Dokumente (gross oder klein) immer bei mir zu haben verwende ich vorwiegend GoogleDocs.
    Auf meinem Desire bearbeite ich die Dokumente mit der mobilen Seite https://docs.google.com/m
    Die Android App GDocs gefällt mir nicht so gut, würde ihren Zweck aber auch erfüllen.
    Neuerdings bin ich mit Swype unterwegs. Für mich die beste Kombination mobil schnell und einfach Texte zu bearbeiten.

    1. Avatar von faby, botschafter des lächelns

      Wie kannst du da die Texte mobil bearbeiten? Ich kann die immer nur ansehen.

      1. Avatar von Christoph

        Mit dem „+“ erzeugst du eine neue Notiz. Im Kopf des dann erscheinenden Fensters kannst du den Titel der Notiz bestimmen (entspricht dann dem Dateinamen in deiner Dropbox) und im unteren Bereich kannst du dann den Text für eine Notiz eingeben.

        //Edit: Uops, geht ja um Google Docs… Bitte ignoriere das hier 😉

  3. Avatar von mg

    Epistle schön leicht ohne Schnickschnack, erinnert mich an alte Pilot (Palm) – Zeiten … 🙂

    Für längere Texte benutze ich das plattformunabhängige offline Wiki TiddlyWiki (http://de.wikipedia.org/wiki/TiddlyWiki) und für unterwegs habe ich mir für Android die App AndTidWiki (http://mgsimon.de/android/andtidwiki/) gebastelt …

    1. Avatar von Christoph

      Hallo Michel, das sieht ja wirklich interessant aus. Ich schau mir AndTidWiki die Tage mal an.

    2. Avatar von Mark

      Cooler Hinweis, das ist eigentlich genau dass was ich suche. Kannte ich gar nicht. Ich werf mir das auch mal aufs Handy und spiel damit rum.

  4. Avatar von Raubwaldy

    gibt es dazu dann noch ein desktop-notiz-verwaltungsprogramm welches mit den .txt dateien in dropbox klar kommt?

    1. Avatar von Christoph

      Epistle erstellt ja ganz normale Textdateien. Ich öffne die Dateien eigentlich direkt im Texteditor. Wenn Dropbox auf dem Rechner installiert ist, dann werden die Notizen ja automatisch synchronisiert.

  5. Avatar von raubwaldy

    ok das ich die mit nem texteditor öffnen kann war mir schon klar ich hatte eher auf nen tool wie tomboy gehofft.

  6. Avatar von paul mongré

    Meine Frage geht in eine ähnliche Richtung wie die von raubwaldy: Hast Du vielleicht auch einen Tip, wie man Aufgabenlisten zwischen einem Ubuntu-Desktop und Android synchronisieren könnte?

    Für einen Kalender ist das Einfachste die Synchronisation Ubuntu-Google-Android, aber ich kenne keine vernünftige Synchronisierungslösung Ubuntu-Google Tasks.

    Angeregt durch Deinen Artikel habe ich jetzt mal versucht, Epistle-Dateien auf dem Ubuntu-Desktop mit symlinks in Zim zu integrieren, aber das funktioniert nicht richtig (nach Bearbeitung durch Android werden die symlinks auf dem Desktop gelöscht und durch neue Dateien im Dropboxverzeichnis ersetzt).

    Generell finde ich die Synchronisationsmöglichkeiten zwischen Android und Ubuntu ziemlich unbefriedigend. Selbst wenn man keine Vorbehalte gegen den Umweg über die Google-Cloud hat, bekommt man spätestens Probleme, wenn man die ganzen Google-Dienste auch in den Desktop integrieren will.

    1. Avatar von Christoph

      > Hast Du vielleicht auch einen Tip, wie man Aufgabenlisten zwischen einem Ubuntu-Desktop und Android synchronisieren könnte?

      Ich verwende für Aufgaben Google Tasks in der Gmail-Oberfläche. Auf dem Android-Handy kann man diese via ToDoid recht komfortabel managen. Allerdings ist mir kein Weg bekannt Google Taks mit bspw. Evolution zu synchronisieren. Alternativ könntest du Astrid (findest du im Market) und den Dienst Remember the milk verwenden. Alternativ gibt es auch eine kommerzielle RTM App für Android. Remember the milk kannst du wunderbar über Tasque oder das Deskbar-Applet vom Desktop aus verwenden.

      > Generell finde ich die Synchronisationsmöglichkeiten zwischen Android und Ubuntu ziemlich unbefriedigend.

      Echt? Ich finde eigentlich, dass die Synchronisierung zwischen Android und Ubuntu sehr gut klappt. Email? Kein Problem. Kalender? Ebenso. Kontakte? Auch kein Problem. Das einzige was ein bisschen frickelig ist sind die Google Taks. Aber für die gibt es ja bislang auch gar keine offizielle Android-App. Aber mal sehen, von Google gabs ja heute die Mitteilung, dass man Google Tasks deutlich überarbeiten will.

      1. Avatar von paul mongré

        Vielen Dank für den Hinweis auf Astrid! Die aktuelle Version im Market läuft zwar nicht mehr mit RTM, aber hier gibt es eine funktionierende Variante.


        Ich finde eigentlich, dass die Synchronisierung zwischen Android und Ubuntu sehr gut klappt. Email? Kein Problem. Kalender? Ebenso. Kontakte? Auch kein Problem.

        In meiner Kritik hätte ich vielleicht ergänzen sollen, dass ich für Mails/Kontakte/Kalender Thunderbird nutze; wie gut die Synchronisierung mit Evolution klappt, weiß ich daher nicht. Mails funktionieren natürlich auch mit Thunderbird tadellos, aber Kontakte (verschiedene Adressbücher) sind schon nicht mehr ohne weiteres synchronisierbar (glaube ich), und auch der Kalender hat eine gravierende Schwäche: Heute Vormittag waren die Google-Kalender eine Weile nicht zu erreichen – Lightning zeigte keine Termine mehr an. Tasque hat übrigens dasselbe Problem: Besteht keine Verbindung zu RTM, verschwinden die Aufgaben. Man sollte meinen, der Hauptvorteil der Synchronisierung mit Webdiensten wäre die Möglichkeit, seine Daten offline verfügbar zu haben, aber momentan ist das m.M.n. nicht zufriedenstellend umgesetzt.

        Anwendungen für Android machen es da systembedingt viel besser: Die halten lokale Daten vorrätig, die mit dem Server nur abgeglichen werden.

        1. Avatar von Christoph

          Oh, das ist ja schade, wusste gar nicht dass Astrid den RTM-Support gar nicht mehr anbieten kann. Von Thunderbird habe ich mich schon eine Weile verabschiedet. Bei der Menge Mails, die ich abarbeite, wurde mit das Arbeiten mit einem Mail-Programm einfach zu nervig, ich persönlich bin mit Google Mail mittlerweile eigentlich wirklich zufrieden, man darf halt keine Angst vor Kracke haben 😉

        2. Avatar von paul mongré

          Meine Versuche mit Astrid und RTM waren übrigens ziemlich ernüchternd. Zum einen hängte sich Tasque in etwa 1/3 der Fälle beim Start auf, zum anderen funktionierte die Synchronisation zwischen Astrid (genauer: der Communityversion, die RTM noch unterstützt) nicht richtig, z.B. blieben in RTM gelöschte Tasks im Telefon stehen.

          Ich werde daher wohl auch zu Google Tasks wechseln und meine Hoffnungen auf die API setzen.

        3. Avatar von Dahaniel

          Das ist ja ärgerlich mit dem mangelnden RTM sync… Wenn sich RTM da mit den API Terms nicht mal selbst ein Bein stellt… Google plant ja jetzt wohl endlich mal die Tasks erheblich zu verbessern, vielleicht wechsel ich dann doch einfach da hin…

  7. Avatar von paul mongré

    Gmail ist tatsächlich gut und aller Free-/Webmailkonkurrenz drei Schritte voraus. Allerdings hat Thunderbird in meinen Augen mit Version 3.0* und dann 3.1* gerade für die „Poweruser“ Riesensprünge gemacht. Gruppierte Konten, virtuelle Ordner, Labels, Filter, Textbausteine – damit kann man eine Menge anstellen, hat das ganze noch offline zur Verfügung und kann effizient viele (Arbeits-)Konten zusammenführen, ohne komplett auf die Googleserver angewiesen zu sein. Aber jedem seine Geschmacksrichtung!

  8. Avatar von Sebastian

    Ich suche ebenfalls vor allem immer noch eine ToDo Lösung die zwischen Android und Linux synct. gMail Tasks ist da im Moment ein guter Ansatz aber ich sehe nicht das Tasks sich wirklich weiter entwickelt und ein paar Funktionen fehlen mir dann doch noch (z.B. Items in mehreren Listen gleichzeitig anzeigen) aber ganz davon ab fehlt mir vor allen Dingen eine Möglichkeit die gMail tasks auch offline unter Linux anzeigen und bearbeiten zu können. So lange das nicht geht ist es für mich recht unbenutzbar.

    1. Avatar von Christoph

      Hm, wäre http://todotxt.com/ was für dich? Ist auch offline verfügbar, gibts für Linux und Android, synchronisiert über Dropbox.

  9. Avatar von Sebastian

    Ja, grundsätzlich nicht schlecht. Bin auch immer gern dafür zu haben selbst der Herr meiner Daten zu sein aber bei Taskmanagment auf der Shell bin ich doch ein wenig zurückhaltend. Das erscheint mir doch zu wenig „nice to use“ als das man (oder wenigstens ich) es wirklich über einen längeren Zeitraum nutzen würde.
    Habe da meine Erfahrungen mit Taskwarrior gemacht das zwar wirklich gut ist und viele Features hat aber für mich dann doch auf Dauer nicht das richtige war.

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