Die beliebte Fernwartungs- und Support-Software TeamViewer gibt es ja schon eine ganze Weile auch für Linux. Bereits zum Release der ersten Linux-Beta hatte ich über das Thema gebloggt. Nun kommt gerade die nächste Version des Programms TeamViewer 6 auf den Markt, praktisch zeitgleich für alle unterstützten Plattformen. Die Neuerungen von TeamViewer 6 finde ich im Großen und Ganzen relativ unspannend. Interessant ist jedoch die Möglichkeit einen PC-Desktop via Android-Handy zu steuern. Dafür braucht es zwingend die neue Version auf dem Rechner.
Nach wie vor gibt es von TeamViewer auf der Homepage deb- und rpm-Pakete zum Download, über die sich das Programm problemlos installieren lässt. Wer den alten TeamViewer 5 auf seinem Rechner hat, der sollte im Vorfeld über die Paketverwaltung die alte Version deinstallieren. Beim Update wird das TeamViewer-Paket nicht einfach aktualisiert, da die Paketnamen „teamviewer5“ und „teamviewer6“ lauten.

Zu TeamViewer und dem Linux-Port des Programms möchte ich eigentlich keine großen Worte verlieren. Die meisten Leser hier dürften das Programm kennen und an der Tatsache, dass TeamViewer für Linux „nur“ ein per angepasstem Wine lauffähiges Windows-Programm ist, hat sich auch noch nichts geändert. Alles weitere kann man daher hier im alten Artikel zur ersten Beta nachlesen.
Eine interessante Neuerung ist dagegen der Android-Client von TeamViewer. Das Programm kann man nicht über den Android-Market installieren. Stattdessen findet man auf der Homepage von TeamViewer unter „Mobile“ einen Link inkl. QR-Code zu einer apk-Datei, die sich dann von Hand installieren lässt.

Generell funktioniert das Steuern des Desktops über das Smartphone erstaunlich gut. Sogar über die 3G-Verbindung ist die Geschwindigkeit akzeptabel. Möglich wird das durch eine Reduktion der Bildqualität. Sieht das Desktop-Bild auf dem Handy bei einer WLAN-Verbindung praktisch perfekt aus, so wird bei einer Handy-Verbindung die Anzahl der Farben automatisch reduziert, was natürlich kein Nachteil ist, immerhin wird dabei das zur Verfügung stehende Datenvolumen nicht unnötig strapaziert.
Problematisch ist jedoch die Zusammenarbeit mit der alternativen Android-Tastatur Swiftkey. TeamViewer merkt nicht, wenn ein angefangenes Wort per Vorschlag komplettiert wird oder löscht einen halben Satz, wenn man auch nur einmal auf Backspace drückt. Andere Android-Keyboards habe ich nicht getestet, eventuell muss man also auf die „Original-Tastatur“ ausweichen.





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