Es gab Zeiten, da liefen bei mir x-Geräte um alle möglichen „Computer-Funktionen“ in der Wohnung zu realisieren. Bei den heutigen Strompreisen und einem deutlich „grüneren“ Denken, ist das für mich nicht mehr wirklich tragbar. Die heimische IT soll so stromsparend wie möglich sein. Von daher versuche ich alle möglichen Geräte und Funktionen – wenn möglich – von einem Gerät erledigen zu lassen. Zugleich soll gerade im Bereich Internet-Telefonie etwas mehr Komfort Einzug halten. Denn auch wenn es praktische Programme wie Ekiga und Co. dafür gibt: Einfach zum Telefon zu greifen und zu telefonieren, ist nach wie vor die praktikabelste Lösung.
Meine Anforderungen an die Technik sind ziemlich umfassend. Sämtliche Funktionen wie Internet, Telefonie, Dateifreigaben, Media-Server sollten – wenn möglich – direkt mit Linux funktionieren. Leider gibt es generell nicht viele Produkte, die alle diese Aufgaben in einem Gerät erfüllen, es bleiben eigentlich nur die Fritz!Boxen (Amazon)von AVM übrig.

Für einen Test habe ich mich für das aktuelle Flaggschiff die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 (Amazon) entschieden. Um das Kabelmodem auch noch einsparen zu können, wäre eigentlich die FRITZ!Box 6360 Cable geschickter, doch das würde die Rückkehr zu DSL ohne einen Tausch des Routers unmöglich machen. Daher halte ich mir diese Option lieber offen und nutze die 7390er. Folgende Aufgaben gilt es zu bewältigen
- Internetzugang: Aktuell über Kabel-BW, aktuelles Kabelmodem bleibt im Einsatz.
- Telefonie: Logischerweise soll über das Gerät der Festnetz-Anschluss des Telefons betrieben werden. Des Weiteren soll das Gerät auch Internet-Telefonie (SIP) beherrschen, da ich recht viel ins Ausland telefoniere und auch bei sipgate.de eine Ortsrufnummer habe, die unabhängig von meinem aktuellen Telefonanbieter ist.
- Freigaben: Im Netzwerk sollen unabhängig von meinen Rechnern gewisse Daten als Netzwerkfreigabe zur Verfügung stehen. So kann ich von allen Rechnern aus in meinem LAN und auch über das Internet auf meine Daten zugreifen, ohne dass ich die dicken Rechner booten muss.
- Multimedia: Multimedia-Daten wie Musik und Filme werden heutzutage nicht nur über die „herkömmlichen“ Protokolle Samba oder NFS übertragen, sondern über Medien-Server. Ich habe zwar keinen Fernseher mit einem eingebauten Streaming-Client (Ich habe gar keinen Fernseher 😉 ), doch Rhythmbox und Co. können eigentlich auch etwas mit diesen Protokollen anfangen.
Im Laufe der nächsten Tage und Wochen werde ich daher eine Reihe von Beiträgen rund um die Fritz!Box und Linux bringen. Neben den Basisfunktionen gibt es ja mit der FRITZ!App für Android und der modifizierten Firmware Freetz interessante Dinge, die aus der kleinen Box noch einigen Mehrwert kitzeln.
- Teil 1: Internet-/Telefonie mit der FRITZ!Box
- Teil 2: Demnächst…





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