Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

rapsberry-pi

31. März 2014
von Christoph
7 Kommentare

Quake III Bounty Für den Raspberry Pi hat einen Gewinner!

Der Raspberry Pi hatte lange Zeit ein größeres Problem: Die Treiber für die VideoCore IV GPU von Broadcom waren Closed-Source und auch die Dokumentationen waren spärlich. Somit konnten keine freien Treiber für Grafikchip entwickelt werden und die Grafikperformances des Raspberry Pis ging hinter den theoretisch möglichen Leistungen hinterher — solange man nicht auf den proprietären Treiber zurückgreifen wollte.

Mit der Freigabe des Quell-Codes des Treibers seitens Broadcom Anfang März drehte sich jedoch der Spieß um, der Ball lag nun bei der FOSS-Community den Raspberry Pi fit für “freie” hardwarebeschleunigte Grafikdarstellung zu machen. Die Raspberry-Pi-Foundation setzte dafür extra eine Prämie aus: Wer es als erster schafft Quake III auf dem Raspberry Pi bei 1920×1080 Pixeln mit mindestens 20 fps zum Laufen zu bekommen – ohne den binären Treiber-Blob einzusetzen — der darf die Belohnung mit nach Hause nehmen.

Quake III auf dem Raspberry Pi mit 133 fps.

Quake III auf dem Raspberry Pi mit 133 fps.

Nun ist der Wettlauf wohl vorbei: gewonnen hat Pi-Hacker Simon Hall, der sich schon zuvor mit einigen Raspberry-Entwicklungen einen Namen gemacht hat. Seine Implementation des Treibers schafft es unter Quake III immerhin 133 fps aus der kleinen Platine zu locken. Der Treiber wird mit Sicherheit in einer der nächsten Raspbian-Versionen enthalten sein, bis dahin kann man sich den Spaß aber auch auf seinem Pi selber bauen, allerdings braucht das Compilieren bis zu 12 Stunden. Am besten baut man sich das Image daher auf einem “richtigen” Rechner.

Ich hoffe mal, dass sich durch den nun freien Treiber die Stabilität des Raspbis ein wenig bessert. Ich muss auf bei meinem leider immer wieder feststellen, dass es bei graphisch aufwändigeren Prozessen zu Abstürzen kommt. Die üblichen Tipps von wegen Netzteil wechseln oder eine andere SD-Karte habe ich mittlerweile alle durch. Wie ist es denn bei euch? Läuft euer Raspi ordentlich, auch wenn ihr zum Beispiel hochauflösende Filme darstellen lässt?

watchever-raspberry-pi

25. März 2014
von Christoph
5 Kommentare

Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video und der Raspberry Pi

Ich bekomme inzwischen fast täglich per E-Mail die Frage gestellt, ob es denn irgendwie möglich sei auf einem Raspberry Pi mit XBMC (in Form von Raspbian oder OpenELEC) auch Videostreaming-Dienste wie Maxdome, Watchever oder Amazon Instant Video laufen lassen zu können. Die Antwort auf die Frage ist leider nicht so, wie die meisten hoffen, denn im Prinzip ist das technisch möglich. Dank Pipelight lassen sich inzwischen auch Silverlight-Streams unter Linux darstellen. Man muss auch nur wenig im Netz stöbern um Add-Ons im Netz zu finden, die die Streaming-Seiten aus XBMC heraus in einem Browser öffnen.

Allerdings gibt es hier in Bezug auf den kleinen Raspberry Pi ein Problem: Die Rechnerarchitektur! Pipelight nutzt mittels eines gepatchten Wines die originalen Windows-Binaries von Microsofts Silverlight. Diese funktionieren jedoch nur auf Computern mit x86-Architektur, der Raspberry Pi baut jedoch auf einem ARM-Prozessor auf. Das heißt für Raspbi-Fans: XBMC und Watchever und Co. passen generell schon halbwegs zusammen, doch in Kombination mit dem Raspberry Pi wird das nichts werden. Daher schreibt auch Michael Müller vom Pipelight-Team folgendes…

Sorry, but it is not possible to install Pipelight on ARM devices, since we use the original windows version of Silverlight/Flash/... which are only available for x86 processors. The only possibility to run these plugins on ARM devices is to emulate a x86 processor, but this is terrible slow and not suitable for video rendering.

Solange die Video-on-Demand-Anbieter in Deutschland geschlossen auf Silverlight setzen und auch Microsoft kein Silverlight für ARM-CPUs veröffentlicht, solange wird man wohl auch nicht Watchever und Co. auf dem Raspberry Pi benutzen können. Das ist leider sehr sehr schade, allerdings werden wir daran nichts ändern können. Microsoft scheint den VoD-Diensten derzeit wohl das beste DRM-Package anbieten zu können.

Von daher würde ich generell Raspbi-Fans empfehlen zusätzlich zum Raspberrry Pi auch noch einen Chromecast-Dongle an den Fernseher anzuschließen. Mit gerade einmal 35 Euro kostet der kleine HDMI-Dongle nicht gerade die Welt und wer sowieso schon ein Android-Handy oder -Tablet in den Händen hält, der kann so ohne weiteren großen Aufpreis Watchever und Co. auf den Fernseher beamen, auch wenn man keinen Smart-TV im Regal stehen hat.

mediacenter

12. März 2014
von Christoph
24 Kommentare

Was ist das beste Mediacenter zum Nachrüsten? Chromecast, Raspberry PI/XBMC oder Odroid/Android?

Es gibt sicherlich zahlreiche Couch-Potatos hier, die einen Flachbildschirmfernseher im Wohnzimmer stehen haben, der vom Bild her allen Ansprüchen genügt, dem aber das gewisse Quäntchen Intelligenz fehlt um als “Smart-TV” zu gelten. Doch ein Fernseher muss nicht dumm bleiben, an … Weiterlesen

Nighthawk F117A,

19. Juni 2013
von Christoph
25 Kommentare

Nighthawk F117A, Raspberry Pi als HDMI-Stick für den TV “in fertig”

Seit einiger Zeit läuft auf einem meiner kleinen Raspberry Pis das XBMC-Mediacenter auf Basis von Openelec. Was bei den drei Projekten geleistet wurde, verschlägt mir ehrlich gesagt die Sprache. Die nur 700 MHz schnelle Mini-Platine ist ein absolut vollwertiger Multimedia-PC, … Weiterlesen

Debian-Distribution Raspbian auf dem Raspberry Pi

26. Juli 2012
von Christoph
25 Kommentare

Debian-Distribution Raspbian auf dem Raspberry Pi installieren

Die speziell für den Raspi angepasste Debian-Distribution Raspbian ist für die Raspi-Community keine große Neuigkeit mehr. Seit gut einer Woche ist die Distribution, die vom Raspberry-Projekt offiziell empfohlene Distro, um Linux auf dem Raspberry Pi zum Laufen zu bekommen. Leider hatte ich … Weiterlesen

Android Transporter auf dem Raspberry Pi

22. Juni 2012 von Christoph | 3 Kommentare

Wer noch nicht weiß, was er mit seinem Raspberry Pi anstellen kann, der sollte Android Transporter im Kopf behalten. Die Software streamt das Geschehen auf dem Display eines Android-Handys kabellos über ein anderes Android-Gerät oder seit kurzem auch auf den Raspi und von dort weiter auf einen großen Monitor oder einen Beamer. Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Entwicklung, doch man möchte den Code der Software öffnen, sobald die APIs sich stabilisiert haben.

(Direktlink zu YouTube)

LinuxTag 2012: XMBC auf dem Raspberry Pi

28. Mai 2012 von Christoph | 12 Kommentare

Im Beitrag zu meinen ersten Tests mit dem Raspberry Pi kam in den Kommentaren öfters mal der Wunsch nach Informationen zu XBMC auf dem Raspi auf. Bislang hatte ich noch keine Zeit selber mit dem Raspi und dem leistungsfähigen Mediacenter rumzuspielen, doch auf dem LinuxTag 2012 in Berlin bin ich Edgar “Gimli” Hucek über den Weg gelaufen, der in meinem kurzen Interview aus erster Hand über XBMC sprechen kann. Er ist die treibende Kraft hinter der Portierung von XBMC auf den Raspi und kann von daher der Community Frage und Antwort stehen. Die im Video gezeigte Raspi läuft unter OpenELEC, einer XBMC-Distro die sich in zehn Minuten auf dem Pi installieren lässt.

(Direktlink zu YouTube)