Paketquelle für Ubuntu mit aktuellen Grafiktreibern

Avatar von Christoph Langner

3 Min. Lesezeit

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Das Ubuntu-X-Team pflegt eine PPA-Paketquelle mit aktuellen Grafiktreibern für Hardy, Intrepid und Jaunty. Ein Angebot mit Risiken.

Package Delivery

Heute Morgen flatterte über die Mailingliste der Ubuntu Entwickler folgende Mail in mein Postfach. Die Entwickler pflegen somit ab nun eine Paketquelle für Ubuntu Hardy, Intrepid und Jaunty mit aktuellen Grafiktreibern für fast alle großen Hersteller von Grafikchips.

A little Jaunty Release Day present from the Ubuntu-X team. 🙂 From past releases, we know that often people want a way to try out newer drivers than were included in the official release. To make life a little easier, we’ve put together a PPA with some newer X drivers: https://edge.launchpad.net/~ubuntu-x-swat/+archive/x-updates/ You can see that already we have new stable versions of nearly all the major video drivers for your video-ing pleasure. I can’t promise that we’ll be keeping it up to date or fixing bugs, but we’ll do what we can. We’re going to treat it as a „stable“ PPA, and only post stuff we feel is likely to be better in some respect than what’s in the release. Bryce

Damit kommen sie dem Wunsch/Drang vieler Ubuntu-Anwender nach, die die neusten Treiber benutzen wollen. Allerdings sollte man darauf hinweisen, dass solche Quellen immer Probleme bereiten können. Wessen Grafikkarte zufriedenstellend läuft, der sollte auf keinen Fall diese Quelle einbinden. Probleme mit den neuen Treibern, Probleme beim Upgrade zur nächsten Ubuntu Version, etc. können die Folge sein. Wer das „Risiko“ eingehen möchte, der fügt die Zeilen

deb http://ppa.launchpad.net/ubuntu-x-swat/x-updates/ubuntu jaunty main
deb-src http://ppa.launchpad.net/ubuntu-x-swat/x-updates/ubuntu jaunty main

(natürlich angepasst an die eigene Ubuntu-Version) mittels

$ sudo gedit /etc/apt/sources.list

oder jedem anderen Editor mit Root-Rechten in die Datei /etc/apt/sources.list ein. Die PPAs sind mittlerweile signiert, so dass die Paketverwaltung meckert, falls der passende Schlüssel nicht im System gefunden werden kann, daher holt man sich den Schlüssel über

$ sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com AF1CDFA9

Nun ist die Quelle eingebunden und kann benutzt werden. Die Treiber werden automatisch aktualisiert, wenn man ein Update über bspw.

$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade

ausführt. Für mich war diese Quelle recht wichtig, da ich nach dem Upgrade auf Jaunty mit dem Problem zu kämpfen hatte, dass Fenster stellenweise schwarz wurden.

Ob der Bug im Xserver, in Compiz oder im Nvidia-Treiber liegt, kann ich noch nicht sagen, aber ich hoffe einfach mal, dass das Update hilft. Geklappt hat es auf jeden Fall schon einmal ohne Probleme. //PS: Nein, der neue Grafiktreiber hilft nicht 🙁

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11 Kommentare zu „Paketquelle für Ubuntu mit aktuellen Grafiktreibern“

  1. Avatar von ditsch

    Force Synchronization in Compiz ist aktiviert?

  2. Avatar von detructor
    detructor

    erstmal zu der Nachricht: komplett überflüssig, man kann sowohl ATI als auch Nvidia treiber sehr schnell und einfach manuell installieren für Intel und Via gild mit Sicherheit das gleiche.

    Zu deinem Problem: Schonmal compiz durch deinen Standard window manager ersetzt?

    Ich hab ne Nvidia Karte hier, Jaunty installiert und compiz aktiv. Es wird der Treiber von Jaunty verwendet -> keine Probleme

  3. Avatar von Christoph

    > erstmal zu der Nachricht: komplett überflüssig, man kann sowohl ATI als auch Nvidia treiber sehr schnell und einfach manuell installieren für Intel und Via gild mit Sicherheit das gleiche.

    Das würde ich nicht sagen. Geh mal in den nächstgelegenen Märchenmarkt und kaufe ohne vorhergehende Information ein Notebook um die 800 Euro. Wenn du Pech hast erwischt du eines mit einer brandneuen Grafikkarte und der Xserver läuft nur mit Vesa… Die Installation von Kernelmodulen ist dank DKMS nun besser – Die Kernelmodule bleiben auch bei einem Kernelupdate erhalten – doch ein gut gewartetes PPA ist trotzdem für viele User Gold wert. Gerade im Fall von Ubuntu Hardy, wo es noch kein DKMS gibt. Des weiteren sind gerade die Intel-Treiber in einem mächtigen Umbruch. Viele Notebooks mit Intel-Chipsätzen, die mit Ubuntus vor Jaunty wunderbar funktionierten machen jetzt mit Jaunty Macken… Da ist man happy, wenn man so einfach Bleeding Edge Treiber installieren kann.

    > Force Synchronization in Compiz ist aktiviert?

    Hab ich jetzt mal gemacht. Mal schauen obs hilft. Danke für den Hinweis.

  4. Avatar von sgo

    > erstmal zu der Nachricht: komplett überflüssig
    Wenn etwas überflüssig ist, dann dieser Kommentar. Es gibt nämlich unzählig viele verschiedene mögliche Konfigurationen von PC’s, Laptops, etc. Ich zB. bin auf die offenen Treiber (radeon, radeonhd) angewiesen (fglrx verursacht bei mir unter Jaunty 64bit Probleme). Da sich die 3D Beschleunigung für meine Karte bei diesen Treibern aber noch in der Entwicklung befindet, bin ich ziemlich Glücklich über diese – viel bequemere – Lösung. Auch Ubuntu Einsteigern, die vor dem selbst kompilieren/installieren von Treibern zurückschrecken, dürfte dieser Schritt sehr entgegenkommen.
    Bitte schließe niemals von dir auf andere. Eine Information ist in der OS-Welt meines erachtens nach nie überflüssig! Irgendjemand profitiert immer davon.

    Nochmal vielen Dank für diesen Artikel! 🙂

  5. Avatar von mRiesbeck
    mRiesbeck

    Die Effekte wegen nicht passender Grafiktreiber sind schon ziemlich merkwürdig.

    Bei mir ruckelte der ganze Gnome-Desktop (seit Jaunty), wenn ich z. B. Photoshop/Wine gestartet habe. winecfg alleine reichte auch schon. Der 9.4er ATI Treiber löste das Problem.

    Fazit: aktuellere Quellen (meine war halt die amd Homepage) schaden nicht 😉

    Gruss Mike

  6. Avatar von Andreas

    Vielen Dank erstmal für den Artikel!

    Ich habe meine Ati 9200SE unter Jaunty weder mit dem Vesa noch mit den Ati Treibern zum laufen bekommen.
    Vesa => Bildschirm zeigte out of Range
    ati => Querstreifen über den gesamten Bildschirm

    Dank der launchpad-aktualisierung funktionierte alles wie bei den vorhergehenden Ubuntuversionen sehr zufriedenstellend.

    Fazit: Überflüssig hier schonmal garnichts, Seite in die Lesezeichen aufgenommen 😉

    Gruß Andreas

  7. Avatar von SM666

    Hey, Super, jetzt ist mein Ubuntu mit ATI HD 2600 und 3D support fast sparsamer als Fensterchen. Habe immer den doofen Ventilator laufen gehabt – das nervt. bisher mit keinem Treiber geschaft die GPU ruhig zu halten. DANKE

  8. Avatar von FrankyS
    FrankyS

    Erstklassiger Artikel, hat mir jedenfalls verdammt gut geholfen! Dank Upgrade auf den aktuellen Nvidia-Treiber 185.18.14 laufen endlich alle KDE Anwendungen auf meiner OnBoard GraKa, GeForce 8100 / nForce 720a flüssig. Sogar GNOME Applikationen wie z.B. GVim u. FireFox, lassen meinen Rechner nicht mehr einfrieren und laufen einwandfrei. War schon kurz davor, den ganzen Krempel hin zu sch(m)eißen,

  9. Avatar von Daniel

    Super Artikel, endlich kann ich CUDA unter Jaunty in der aktuellsten Fassung verwenden. Tausend Dank Christoph.

  10. Avatar von Sebastian

    Netter Tip, sowas hatte ich schon gesucht.

  11. Avatar von codethief

    Danke für den Tipp (auch wenn er inzwischen schon etwas älter ist)! 🙂
    Auf meinem ThinkPad W510 habe ich von Anfang an ein paar, nicht weiter gravierende Probleme. Vielleicht haben sie die ja inzwischen mal behoben? Ich bin gespannt… 🙂

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