Programme wie Ubuntu Tweak sind recht beliebt. Über wenige Klicks kann man Einstellungen vornehmen, die man ohne das Tool nur schwer finden würde. Doch alle diese Tweak-Programme verursachen ein Problem: Der Benutzer lernt nichts dabei. Viel Schlimmer, es wird irgendwas irgendwo in den Tiefen des Systems geändert und der Benutzer hat keinen blassen Schimmer was eigentlich passiert ist. Das will ubun-student besser machen. Neben der Möglichkeit zahlreiche „Tweaks und Tricks“ anzuwenden, wird immer über Hinweis-Fenster erklärt was eigentlich im Hintergrund geändert wird…
Das Programm ist noch sehr jung und ist auch noch eher auf englischsprachige Anwender ausgerichtet. So fehlt etwas eine deutsche Übersetzung völlig. Wer Englisch spricht und neugierig auf eine Alternative zu Ubuntu-Tweak ist, der kann sich Ubun-student aus der PPA-Paketquelle der Entwickler installieren. In der Paketquelle befindet sich nur dieses eine Paket, die Quelle sollte daher das eigene System nicht durcheinander bringen. Nach…
$ sudo add-apt-repository ppa:ubun-student/ppa
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install ubun-student
…ist das Programm installiert und Ihr könnt das Programm unter Anwendungen | Systemwerkzeuge | Ubun-Student starten. Beim ersten Start bekommt Ihr automatisch den Tipp des Tages präsentiert.

Über die Buttons im Kopf der Anwendung könnt Ihr zwischen den verschiedenen Funktionen des Programms wechseln. Das ganze ist nicht ganz konform mit der HIG von GNOME, aber man versteht das Prinzip. Über Adjustments könnt Ihr etwas zahlreiche gconf-Schlüssel setzen und so Euren Desktop anpassen. Bleibt ihr länger mit der Maus über einer Aktion, so wird ein Hinweis eingeblendet welcher Schlüssel eigentlich geändert wird.

In den weiteren Menüs könnt Ihr Programme installieren, Firefox-Addons hinzufügen oder Links zu populären Dokumentationen öffnen. Noch ist das Programm nicht wirklich fertig, gerade für deutschsprachige Anwender ist es aufgrund der fehlenden Übersetzung und Ausrichtung auf englische Inhalte nicht soooo interessant. Aber ich finde den Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ besser als eine reine Tweak-Sammlung ohne Dokumentation wie Ubuntu-Tweak.





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