Auf dem Ubuntu Developer Summit, im Rahmen dessen die Weichen für die im April 2011 erscheinende Ubuntu-Version gelegt werden, hat Mark Shuttleworth wohl die in Zukunft umstrittenste Entscheidung zu Ubuntu verkündet. Ubuntu 11.04 soll – so zumindest der Plan – Unity als Desktopumgebung verwenden. Bislang kommt Unity nur bei der Netbook-Editon von Ubuntu zum Einsatz, doch mit Natty soll Unity nun auch auf dem Desktop GNOME als Desktopumgebung von Ubuntu ersetzen.
Unity ist eine Eigenentwicklung von Canonical für die Netbook-Version von Ubuntu. Wer Unity bislang noch nicht kennt, der findet auf YouTube ein Video, das die aktuelle Version recht dynamisch vorstellt.
Meine Erfahrung auf meinem Lenovo S12 war dagegen ziemlich ernüchternd. Unity war so langsam und unbenutzbar, dass ich ziemlich schnell wieder das „normale“ GNOME nachinstalliert habe. Auch das Konzept konnte mich nicht wirklich überzeugen, zu oft habe ich die normale GNOME-GUI vermisst.
Auf jeden Fall bin ich mal gespannt wie sich das ganze jetzt entwickelt. Maverick hat mich zwar als OS nicht enttäuscht, doch etwas „Neues“ bietet Ubuntu 10.10 nicht. Anwender, die mit Ubuntu Lucid 10.04 LTS zufrieden sind, können bei Lucid bleiben, ohne etwas zu verpassen. Von daher wird Natty dann wohl richtig spannend.
Aktuell läuft die Keynote von Mark Shuttleworth noch. Wer will, der kann sich die Ansprache live unter video.ubuntu.com ansehen. Allerdings ist das Ende des Vortrags schon abzusehen.
[UPDATE]Mal eine kleine Klarstellung: Nach wie vor wird man ein Ubuntu mit der „original“ GNOME-Oberfläche nutzen können. GNOME bleibt in den Paketquellen und kann nachinstalliert und beim Einloggen ausgewählt werden. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es ein Ubuntu GNOME Edition geben wird, wo dann die übliche GNOME-Installation vorgenommen wird. Man sollte daher nicht gleich Ubuntu verteufeln. Der Keks ist noch nicht gegessen, er ist noch nicht mal gebacken.[/UPDATE]





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