Seit heute gibt es ja bei Amazon nicht nur Bücher, DVDs, Elektronik und Waschmittel, sondern auch Android-Apps. Damit macht Amazon in den USA schon länger Google Konkurrenz, nun startet der Dienst auch ganz offiziell in Deutschland. Da der Amazon-Appstore eigene Deals mit den Entwicklern macht, entgeht Google hier Ertrag. Besonders auf den diversen Kindle-Fire-Geräten ist der Store stark, da hier sämtliche Amazon-Inhalte und auch E-Books nahtlos integriert sind. Um den Leuten den Amazon-Store schmackhaft zu machen lockt Amazon täglich mit einem Deal: Jeden Tag gibt es eine App für umsonst. Gestern war es bspw. der Spiele-Klassiker (so muss man den Titel wohl langsam schon nennen) Angry Birds.
Beim Franz Kinader bin ich allerdings auf folgendes interessante Detail aufmerksam geworden, das vielen Amazon-Kunden und Android-Usern nicht so wirklich gefallen wird. Gekaufte Apps (egal ob ihr sie jetzt kostenlos bezogen oder mit barer Münze bezahlt habt) funktionieren nur so lange, wie ihr den Amazon Appstore auch auf dem Handy installiert habt. Kickt ihr die Amazon-App vom Smartphone/Tablet, dann lassen sich sämtliche, über den Shop gekauften Anwendungen nicht mehr starten. Das heißt in anderen Worten: Einmal Amazon-App-Store, immer Amazon-App-Store, mit dem Store holt ihr euch also auch jede Menge DRM ins Haus.

Ein Lichtblick ist allerdings weiterhin die Möglichkeit eine über den Appstore gekaufte Anwendung auf mehreren Androiden zu nutzen. Die Apps sind an euren Amazon-Account geknüpft und nicht an eine Device-ID gebunden. So könnt ihr eure Apps wie gewohnt auf eurem Smartphone, dem Tablet und dem Android-TV installieren — in diesem Fall steht Amazon dem Google Play Store in nichts nach. Nicht desto trotz würde ich mir sehr stark überlegen dort Anwendungen zu kaufen, so lange es bei Amazon nichts besonderes gibt, lasse ich persönlich die Finger von dem Ding.






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