Online-TV mit Magine und Pipelight/Silverlight unter Linux betrachten

Avatar von Christoph Langner

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Lange lange lange Zeit gab es in Deutschland mit Zattoo nur ein einzigen Anbieter, mit dem man das aktuelle Fernsehbild per Internet auf dem PC empfangen konnte. Die Alternative VirtualSat erwies sich leider nach recht kurzer Zeit als Luftnummer, die letztendlich vor Gericht endete. Mit Magine hat sich nun aber ein weiterer Online-TV-Anbieter in Deutschland an…

Lange lange lange Zeit gab es in Deutschland mit Zattoo nur ein einzigen Anbieter, mit dem man das aktuelle Fernsehbild per Internet auf dem PC empfangen konnte. Die Alternative VirtualSat erwies sich leider nach recht kurzer Zeit als Luftnummer, die letztendlich vor Gericht endete. Mit Magine hat sich nun aber ein weiterer Online-TV-Anbieter in Deutschland an den Start getraut. Neben ARD, ZDF und Co. sind auch die privaten Sender kostenlos zu empfangen, dies könnte sich jedoch recht schnell wieder ändern. Neben der Android-App lässt sich Magine TV auch vom PC aus abrufen, unter Linux wird dabei aber erneut die Installation von Pipelight nötig.

Im Gegensatz zu Zattoo ist Magine auch nach der ersten Beta-Phase noch komplett kostenlos und werbefrei empfangbar. Die zwingend nötige Registrierung erfolgt auf der der Internetseite von Magine TV. Für die Anmeldung braucht ihr entweder einen Facebook- oder Google-Account oder man meldet sich ganz konventionell per E-Mail-Adresse an. Darüber hinaus muss aber noch eine Handy-Nummer eingetragen werden, über diese wird der Account verifiziert und nach Bestätigung anschließend auch freigeschaltet.

Mit eurem Magine-Account könnt ihr nun im Browser auf dem PC, aber auch über Apps für Android und iOS Online-TV schauen. Rein nominell umfasst das Angebot stolze 65 Sender, allerdings zählt Magine diverse Sender doppelt oder dreifach… oder gleich elf mal wie den WDR (WDR Aachen, WDR Bielefeld, WDR Dortmund, WDR Düsseldorf, WDR Essen,…). Die wichtigsten Sender von ARD, ZDF bis RTL, Sat1 und Pro7 sind aber alle mit an Bord — vorerst.

Über 60 Sender? Nur wenn man elf mal den WDR zählt!

Es kündigt sich schon an, dass dies nicht so bleiben wird. Magine unterscheidet auf seiner Homepage zwischen Magine-Free-Sendern und Magine Access. Zu Magine Free gehören die Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die privaten Sender von der RTL- und der ProSiebenSat1-Gruppe sind bei Magine Access einsortiert. Da die sich das Einspeisen bezahlen lassen — und Magine bisher keine Einnahmen erzielt — wird sich der Dienst den Zugang zu den Privaten mit Sicherheit früher oder später bezahlen lassen, die AGBs weisen bereits auf den Punkt hin.

1.3 Wir freuen uns, Ihnen unseren Service als kostenfreien Service („Free Service“), in einer verschlüsselten Version („Access Version“), für die eine Schutzgebühr für die Entschlüsselung erhoben werden kann, und als Bezahlversion („Pay Version“) anzubieten. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, wenn im Zusammenhang mit unserem Service Kosten für Sie entstehen.

Wie dem auch sei, aktuell lässt sich Magine komplett kostenfrei benutzen. Unter Android funktioniert die Magine-App ohne große Probleme. Installieren, einloggen und Fernsehen schauen, fertig. Die Wiedergabequalität passt Magine an die verfügbare Bandbreite an, so kann man den Dienst zur Not auch über eine UMTS- oder LTE-Leitung benutzen. Der Chromecast-Stick zum Streamen von Multimedia-Inhalten auf einen Monitor (oder Fernseher ohne TV-Anschluss) wird von der Magine-App bisher jedoch noch nicht unterstützt.

Magine unter Linux mit Pipelight aufrufen

Auf dem PC müssen sich Linux-User ein weiteres mal mit Pipelight abmühen, da Magine wie die Video-on-Demand-Anbieter Maxdome, Watchever und Amazon Instant Video auf Silverlight setzt. Magine macht es uns Linuxern jedoch recht bequem den Online-TV-Dienst zu benutzen. Bei meinen Tests war es nicht nötig einen User-Agent mit einer Windows-Kennung vorzutäuschen, es reichte Pipelight 5.1 auf dem System einzurichten — Amazon und Co. machen uns da das Leben noch ein wenig komplizierter.

Schaut man dann noch zu, dass Pipelight ins Linux-System eingeschmuggelte Silverlight-Streams ohne Ruckeln laufen, dann lässt sich mit Magine sehr bequem am PC fernsehen. In meinen Augen ist besonders der elektronische Programmführer von Magine deutlich besser gestaltet. Könnte man jetzt noch Sendungen per Mausklick aufnehmen und nach der Ausstrahlung herunterladen, dann könnte ich mir sogar vorstellen einen monalichen Obolus zu zahlen.

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4 Kommentare zu „Online-TV mit Magine und Pipelight/Silverlight unter Linux betrachten“

  1. Avatar von H. Blockx
    H. Blockx

    Hey cool, nutze ja schon Watchever – danke deinem Tipp unter Linux. Aber Magine ist ja auch klasse. Hmm, soll ich mir Kabel-TV sparen? Mal sehen wie die sich vom Preis her entwickeln. H.

  2. Avatar von Hart4

    Danke für die TIpps, das funktioniert bei mir selbst auf meinen doch nicht gerade neuem COmputer. Kann mir leider gerade keinen neuen leisten. Aber mit kommt das kostenlos TV gerade gelegen.

  3. Avatar von Maryam Attia
    Maryam Attia

    Ich habe schon längere Zeit Magine TV, aber erst seit kurzem Ubuntu.
    Jetzt kann ich in Magine keinen einzigen Sender mehr empfangen.
    Ich versuche seit 2 Stunden einen Downloadlink zu finden, wo ich
    diesen Pipelight oder Moonlighthelfer herunterladen kann.
    Ich habe nämlich vorhin schon eine Kündigungs-E-Mail an Magine
    geschickt, weil ich mit Ubuntu nicht mehr Fernsehen kann.
    Wie kann ich das trotzdem?

    1. Avatar von Christoph

      Du hast ja auch hier nochmal gepostet http://linuxundich.de/gnu-linux/maxdome-watchever-und-amazon-instant-video-mit-pipelight-unter-linux/#comment-62819 deshalb verliere ich in diesem Beitrag keine großen Worte 🙂

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https://linuxundich.de/gnu-linux/online-tv-mit-magine-und-pieplight-silverlight-unter-linux/ — gedruckt am 26. September 2026