Surft man mit einem Browser in den Standardeinstellungen bzgl. der Privatsphäre durch das Internet, so sammelt man eine ganze Menge von Cookies ein. Einige dieser Web-Keckse sind nützlich, sie erlauben bspw. das automatische Einloggen beim Webmail-Dienst oder in Internet-Foren, doch viele von ihnen dienen einfach nur Werbe-Netzwerken zum Verfolgen des Benutzers. Ich habe die letzte Woche mal das Experiment gemacht und bin mit Google Chrome im Internet unterwegs gewesen, ohne dass ich die Cookie-Einstellungen geändert habe. Am Ende einer Woche hatte ich mehr als 3100 Cookies auf der Platte. Nur ein winzig kleiner Bruchteil davon stammte von Seiten, von denen ich auch wirklich möchte, dass Cookies permanent gespeichert werden.
Natürlich könnte man nun in den Browser-Einstellungen sagen, dass der Browser gar keine Cookies annehmen, oder diese beim Beenden vollständig löschen sollte. Doch ohne Cookies funktionieren manche Seiten gar nicht, oder es geht eine Menge Komfort verloren, da man sich bei jeder Seite immer wieder neu anmelden muss.
Praktisch sind daher Erweiterungen, die es erlauben, bestimmte Cookies auf eine Whitelist zu setzen. Cookies von dieser Liste bleiben dann erhalten, alle anderen werden beim Start des Browsers gelöscht. Unter Firefox verwende ich dazu eigentlich immer die Erweiterung CookieCuller. Mit ihr kann ich bestehende Cookies schützen und den Rest beim Start des Browsers löschen lassen. Für Chrome bzw. Chromium habe ich nun Vanilla als Alternative zu CookieCuller entdeckt.

Nach der Installation findet ihr einen stilisierten angeknabberten Keks in der Adresszeile von Chrome. Über dieses Symbol könnt Ihr die aktuelle Domain zur Whitelist hinzufügen, alle unerwünschten Cookies löschen und auch die Einstellungen von Vanilla öffnen.

Dort könnt Ihr dann bestimmen, dass alle unerwünschten Cookies beim Start des Browsers gelöscht werden sollen. So gewinnt Ihr deutlich an Privatsphäre, ohne dass Ihr beim Surfen im Internet groß an Komfort verliert.





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