Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

GDM auf Dual-Monitor-System.

14. Mai 2013
von Christoph Langner
7 Kommentare

GDM bei Dual-Monitor-Setup auf das richtige Display schieben

Der Displaymanager GDM 3.6 aus Ubuntu 12.10 hat noch bei einem Multi-Monitor-Setup das Login-Fensterchen auf beiden angeschlossenen Displays angezeigt. Das fand ich zwar nicht wirklich sauber gelöst, aber wenigstens war das Login so auch immer auch auf dem richtigen Monitor direkt vor der Tastatur sichtbar. Mit dem GDM 3.8 aus dem GNOME-PPA in Zusammenspiel mit Ubuntu 13.04 ist das nun nicht mehr der Fall. Das Login-Fenster wird nur noch auf einem Monitor angezeigt, in meinem Fall aber auf dem falschen Display. Über die graphische Desktopumgebung lässt sich nun aber der primäre Monitor für den Login-Bildschirm nicht bestimmen. Selbst wenn man in den Monitor-Einstellungen alles richtig einrichtet, bleibt GDM dabei das Login auf dem falschen Display anzuzeigen.

Richtet eure Monitore ordentlich im System ein.

Das Problemchen lässt sich jedoch relativ einfach beheben, indem man die Monitor-Konfiguration seines Benutzers dem Login-Manager von Gnome GDM unterjubelt. Richtet dazu eure Monitore erst einmal ordentlich über die Gnome-Einstellungen ein und kopiert dann die für das Monitorsetup verantwortliche Datei ~/.config/monitors.xml aus eurem Homeverzeichnis ins System nach /var/lib/gdm/.config.

$ sudo cp ~/.config/monitors.xml /var/lib/gdm/.config

Von dort wird euer Monitor-Setup dann beim nächsten Login korrekt ausgelesen und GDM wandert automatisch auf den Bildschirm, auf dem ihr auch das Panel der GNOME-Shell anzeigen lasst. Sollte sich an euren Monitoren einmal etwas verändern, dann kopiert ihr die aktualisierte einfach erneut ins GDM-Verzeichnis. [UPDATE: 14.09.2014: Das Ganze funktioniert nach wie vor auch mit aktuellen Ubuntu-Version und ebenso auch mit anderen Linux-Distributionen, die den Gnome-Display-Manager benutzen.]

Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 06/2013 online

13. Mai 2013
von Christoph Langner
1 Kommentar

Lesestoff: Kostenlose Community-Edition der LinuxUser 06/2013 online

Gerade eben ist die Ausgabe 06/2013 der unter der CC-BY-NC-ND lizenzierten Community-Edition der Linux User bei mir im Postfach gelandet. Da die Artikel wie immer interessant sind, möchte ich euch diesen Gratis-Lesestoff nicht vorenthalten. Das PDF findet auf der Homepage des Magazins oder auch gleich unter diesem Link. Mit einem Artikel zum Cloudspeicherdienst AeroFS ist auch von mir mal wieder was in der LU enthalten. Viel Spaß beim Lesen!

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Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS auf eigenem Webspace installieren!

13. Mai 2013
von Christoph Langner
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Update auf Tiny Tiny RSS 1.7.9 ermöglicht Installation auf Shared-Webspace

Die Installation von Tiny Tiny RSS auf Shared-Webspace war in manchen Fällen problematisch, da Tiny es bisher erforderte, dass die PHP-Konfiguration open_basedir auf “none” gesetzt ist. Aus Sicherheitsgründen ist dies bei vielen Webhostern nicht der Fall und dementsprechend lies sich Tiny auch nicht so einfach betreiben. Mit der gerade heute erschienenen Version 1.7.9 ist dies jetzt aber nicht mehr der Fall, das Changelog sagt “Support running under open_basedir”. Von daher solltet ihr Tiny nochmal eine Chance geben, auch wenn sich der webbasierte Reader bisher bei euch weigerte zu Laufen.

Das Update kann direkt über das Web-Frontend eingespielt werden.

Tiny weist allerdings darauf hin, dass dieses Verfahren noch im Beta-Stand ist.

Das Update lief auf meiner Installation recht problemlos, allerdings ist es noch nicht so einfach durchzuführen wie bspw. bei WordPress. Aus den Einstellungen heraus wird euch das Update angeboten, allerdings ist das Online-Update noch als “experimentelles” Feature gekennzeichnet. Macht daher lieber vorher selber ein Backup eurer Tiny-Installation, am besten von der Datenbank und von den Dateien.

Nach dem Einspielen der neuen Dateien wird euch Tiny erstmal mit einer ganzen Latte an Fehlermeldungen empfangen. Aber keine Angst, ihr habt nichts kaputt gemacht. Tiny aktualisiert aktuell noch nicht die Konfigurationsdatei config.php. Ihr müsst daher die Datei zusammen mit der “Vorlage” config.php-dist auf eurem Webspace öffnen und die genannten Neuerungen per Copy&Paste übertragen. Danach sollte Tiny sofort wieder laufen.

Nach dem Online-Update muss die config.php noch von Hand angepasst werden.

Und am Ende möchte noch die Datenbank aktualisiert werden.

Crash der Online-Konten-Verwaltung in Ubuntu 13.04 umgehen

11. Mai 2013
von Christoph Langner
4 Kommentare

Workaround: Crash der Online-Konten-Verwaltung in Ubuntu 13.04 umgehen

Ich bereite gerade einen längeren Artikel zu Ubuntu GNOME 13.04 vor, das ich mir gerade nach meinem Gusto einrichte. Beim Spielen mit den Online-Konten ist mir aufgefallen, dass die von Canonical entwickelten Online-Konten-Einstellungen das GNOME Control Center ins Nirvana schicken, sobald man die entsprechende Option anklickt. Im Terminal werden die folgenden Fehlermeldungen dazu ausgegeben…

$ /usr/bin/online-accounts-preferences
[...]
ERROR:empathy-user-info.c:252:fill_contact_info_grid: assertion failed: (spec != NULL)

… sucht man nach dieser Zeile im Netz findet man einen Bug bei Launchpad inklusive einem brauchbaren Workaround. Wechselt über das Statusmenü in den Offline-Modus (ich meine einen entsprechenden Dialog müsste es auch bei Unity geben), dann lassen sich die Einstellungen der Ubuntu-Online-Konten auch wieder öffnen und bearbeiten. Anschließend geht ihr wieder online, eure Änderungen sind dann aktiv — und das Control Center nippelt auch wieder ab. Bis zu einem Bugfix kann man mit diesem Workaround sicher leben.

Wechselt euren Status von verfügbar auf abgemeldet…

…danach lässt sich die Kontenverwaltung wieder öffnen.

Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS auf eigenem Webspace installieren!

9. Mai 2013
von Christoph Langner
39 Kommentare

Farewell Google Reader! Hello Tiny Tiny RSS! Den Open-Source Feedreader auf eigenem Webspace installieren!

Ursprünglich wollte ich in diesem Artikel hier alle freien web-basierten Google-Reader-Alternativen vorstellen und vergleichen. Nach einigen Tests aber erledigt sich der Vergleich ziemlich schnell. Sucht man einen webbasierten Feed-Reader, der schnell, konfigurierbar und über eine API — und damit auch über Android-Apps — ansprechbar ist, dann gibt es nur eine einzige Alternative: Tiny Tiny RSS. Die Konkurrenz kann tt-rss nicht das Wasser reichen und wenn man ein bisschen an der Installation schraubt, dann sieht der Reader auch gar nicht mal so schlecht aus. Von daher erspare ich mir den Vergleich und stelle meine Tipps zu Tiny Tiny RSS vor.

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Über Google+ (und Facebook) in Wordpress kommentieren

9. Mai 2013
von Christoph Langner
5 Kommentare

Über Google+ (und Facebook) in WordPress kommentieren

WordPress-Blogger setzen ja recht gerne auf alternative Kommentar-Systeme. So richtig groß vertreten ist da zum Beispiel DISQUS oder auch livefyre. Ich kann das zum Teil verstehen, schließlich muss man sich als Blogger mit einem massiven Spam-Problem in den Kommentaren rumschlagen. Die AntispamBee sorgt zwar bei Linux und Ich dafür, dass pro Monat locker 10.000 bis 20.000 Spammer direkt abgeblockt werden. Doch der Spam-Ordner füllt sich kontinuierlich immer weiter, gerade erst heute habe ich 10.000 in den Spam-Ordner einsortierte Kommentare gesichtet und endgültig gelöscht (Keine Sorge, das geht recht schnell, alleine eine Suche nach “shoe” sortierte 4.000 Spam-Beiträge aus). Dabei konnte ich aber immerhin neun fälschlicherweise als Spam erkannte Beiträge noch retten, die jetzt im Blog stehen und beantwortet wurden.

Per Google+ in WordPress kommentieren.

Wie dem auch sei, neben den Kommentaren im Blog wird ja auch auf Google+ oder Facebook über die Beiträge kräftig gesprochen, wäre es da nicht interessant diese Konversationen ebenfalls direkt auf der Webseite zu haben? Mit dem WordPress-Plugin Google+ Comments for WordPress ist das nun möglich. Das Plugin integriert die G+ Kommentare, Facebook, Disqus, die Kommentare im Blog selber und auch die Trackbacks als Reiter in das Kommentar-Feld ein. Eine Demo wie das ganze funktioniert kann man sich auf der Seite des Entwicklers unter CloudHero ansehen.

Ich für meinen Teil werde davon jedoch die Finger lassen, auch wenn auf den Google+ bzw. Facebook-Seiten des Blogs doch auch Einiges diskutiert wird. Schließlich kann man hier im Blog Anonym und ohne Anmeldung Fragen und Kommentare hinterlassen, nicht einmal eine E-Mail ist Pflicht, das will ich eigentlich auch in Zukunft so belassen. :)

(Via: WordPress Hacks)

Mit BBQScreen den Bildschirminhalt des Android-Handys als Video auf den Linux-PC streamen.

8. Mai 2013
von Christoph Langner
12 Kommentare

Mit BBQScreen den Bildschirminhalt des Android-Handys als Video auf den Linux-PC streamen

Ich sehe immer mal wieder Android-User, die es sich wünschen das Bild des Handys als Video-Stream auf dem PC-Desktop zu sehen. Ein Usecase dafür ist zum Beispiel die Präsentation einer Android-App oder einer bestimmten Funktion auf dem Handy. Unter iOS geht das mit AirPlay relativ leicht, unter Android muss man bislang eher kruder Mittel bedienen. So gibt es diverse Lösungen, die Screenshot auf Screenshot erstellen und diese dann als “Video” auf dem PC präsentieren. BBQScreen arbeitet hier anders, die App liest den Inhalt des Grafikspeichers aus und streamt diesen dann als Video auf den PC. So kommt BBQScreen auf bis zu 25 FPS, braucht dafür allerdings Root-Rechte auf dem Handy.

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64-Bit Ubuntu

7. Mai 2013
von Christoph Langner
6 Kommentare

Getlibs für aktuelle Ubuntu-Versionen (getestet auf Ubuntu Raring Ringtail 13.04)

Früher ™ gab es mal ein praktisches kleines Tool namens Getlibs. Es diente dazu 32-Bit Bibliotheken auf einem 64-Bit Ubuntu (oder auch anderen Distrubutionen) zu installieren. So konnte man sehr einfach 32-Bit Programme unter einem 64-Bit Linux laufen lassen, auch wenn es die nötigen Bibliotheken nicht gleich mitbringt. Vor einigen Jahren musste man sich zum Beispiel bei Skype oder Zattoo damit rumschlagen, heute ist das aber meist nicht mehr nötig.

[UPDATE…] Ach, vergesst bitte gleich den ganzen Getlibs-Schmarn. Multiarch ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen. Aber dass es so einfach ist, wusste ich nicht. Wenn ihr also eine Bibliothek — oder was auch immer sonst — braucht, dann hängt einfach ein :i386 an den Paketnamen. Mit dem Auruf…

$ sudo apt-get install libqt5gui5:i386

…landet also die Bibliothek libqt5gui5 inklusive aller 32-Bit Abhängigkeiten auf eurem System, ohne dass man groß was basteln muss. Und damit könnt ihr den Rest des ganzen Beitrags gleich wieder knicken und ab in den Kompost schicken. [/UPDATE]

Inzwischen ist die Version 2.06 von Getlibs jedoch kaputt. Man kann die Anwendung zwar noch installieren und aufrufen, und selbst beim Installieren von 32-Bit Bibliotheken wird kein Fehler im Terminal ausgegeben, das 32-Bit Programm möchte aber dennoch nicht laufen. Der Grund dafür ist, dass sich seit Ubuntu “Natty” 11.04 der Speicherort der 32-Bit Librarys geändert hat. Getlibs wurde auf diese Neuerung hin nie aktualisiert…

  • /lib32/-> /lib/i386-linux-gnu
  • /usr/lib32/ -> /usr/lib/i386-linux-gnu

Da ich gerade selber vor dem Problem stand ein 32-Bit Programm auf meinem 64-Bit Ubuntu 13.04 laufen lassen zu wollen, zu dem eben die nötigen  32-Bit Bibliotheken fehlten, habe ich einen Fork der letzten Getlibs-Version 2.06 erstellt, diesen für aktuelle Ubuntus fit gemacht und ihn in meinem GitHub als Getlibs 2.07 online gestellt. Ihr könnt das aktualisierte Getlibs dementsprechend über die Kommandos…

$ wget https://gist.github.com/linuxundich/5536156/raw -O ~/bin/getlibs
$ chmod +x ~/bin/getlibs

…auf eurem Ubuntu installieren. Zur Bedienung verweise ich auf das sehr gut geschriebene Wiki bei den Ubuntuusers. Getestet habe ich die Version nicht breit, sondern nur auf meinem Ubuntu 13.04, aber ich denke die aktualisierte Version des Skripts sollte auf allen noch unterstützten Ubuntu-Versionen funktionieren. Solltet Ihr Probleme entdecken, dann meldet euch bitte bei mir.

Andreas und seine Erfahrungen mit dem cirrus7 one

6. Mai 2013
von Christoph Langner
1 Kommentar

Andreas und seine Erfahrungen mit dem cirrus7 one

Vor mehr als einem Jahr hatte ich, Andreas Erhard, wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hier auf linuxundich.de beim Weihnachtsgewinnspiel den Hauptpreis gewonnen und euch kurz danach auch schon von meinen ersten Erfahrungen berichtet. Jetzt habe ich den cirrus7 one schon eine ganze Weile und kann mir ein Arbeiten, Lernen und Surfen ohne ihn nicht mehr vorstellen. In diesem Blogartikel will ich euch über meine Erfahrungen mit dem cirrus7 im täglichen Betrieb und meine kleine Festplatten-Aufrüst-Aktion berichten.

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Paranoid Android

3. Mai 2013
von Christoph Langner
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Paranoid-Androids neuem “HALO”-Multitasking

Aktuell fahre ich mit Android Revolution HD als Custom-ROM auf meinem Galaxy Nexus sehr gut. Man bekommt ein Stock-Android mit ein paar Tuning-Elementen, die in der Tat noch ein bisschen mehr aus der doch nicht all zu schnellem Dual-Core-CPU holen. Allerdings gibt es ein paar Custom-ROMs, die in der Tat interessante Neuerungen in ihre Firmware einbauen. Besonders Paranoid Android arbeitet immer wieder an neuen Ideen. So haben die ROM-Köche als erstes ein “Hybrid-Android” gebaut, so dass man zwischen Handy- und Tablet-Layout wechseln kann. Und auch ein Pie-Menü, bei dem man die virtuellen Buttons ausblenden kann, kommt aus Paranoid Android.

Mit Halo-Multitasking bauen die PA-Entwickler nun aber weiter an interessanten Features ihres ROMs. Halo nimmt dabei deutliche Anleiten an die mit Facebook-Home eingeführten Chat-Heads. Die “Notification Bubbles” schweben praktisch über dem eigentlichen Inhalt der App im Vordergrund, ohne dabei groß Platz in Anspruch zu nehmen. Ruft man sie auf, kann man kurz eine Antwort eingeben. Klickt man an eine freie Stelle auf dem Display, ist man umgehend wieder zurück in der alten App. So kann man nahtlos arbeiten, ohne zwischen Apps hin- und herwechseln zu müssen. Ich bin mal gespannt, wie das fertige Feature aussehen wird.