Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

novena

4. April 2014
von Christoph
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Open-Hardware Notebook Novena startet Crowdfunding Campaign

Es gibt zwar inzwischen sehr viele Laptops, die unter Linux ohne große Probleme funktionieren, aber nur wenige Geräte, die wirklich aus “Open-Hardware” bestehen. Die meisten Computer und Notebooks brauchen proprietäre Treiber oder benötigen zum Booten zumindest ein proprietäres BIOS. Aus diesem Grund nutzt zum Beispiel FOSS-Aktivist Richard Stallman inzwischen Geräte von Lemote, wie etwa das Yeeloong Notebook. Bei diesem Notebook liegen Kernel, Treiber und auch das BIOS offen vor — eine absolute Ausnahme im Computer-Business.

Der Novena ist so gestalltet, dass sich das Gerät mit einfachen Mittels selbst modifizieren lässt.  (Bildquelle: Crowd Supply)

Der Novena ist so gestalltet, dass sich das Gerät mit einfachen Mittels selbst modifizieren lässt. (Bildquelle: Crowd Supply)

Die Platine des Novena wurde als Open-Hardware entwickelt, die Schaltpläne lassen sich aus dem Netz laden. (Bildquelle: Crowd Supply)

Die Platine des Novena wurde als Open-Hardware entwickelt, die Schaltpläne lassen sich aus dem Netz laden. (Bildquelle: Crowd Supply)

Nun startet mit dem Novena-Open-Laptop ein Crowdfunding Campaign, der 250.000 US-Dollar für einen Open-Hardware-Computer einsammeln möchte. Die PCBs des Novena-Laptops wurden selber entwickelt und die Schematiken veröffentlicht, das Betriebssystem basiert auf Debian und kann komplett aus dem Source gebaut werden und letztendlich wurde auch beim Gehäuse darauf geachtet, dass es selber mit einfachen Mitteln “gehackt” werden kann. Das Ergebnis ist nicht gerade ein optischer Knaller, der auch noch ziemlich teuer ist, aber das war auch nicht Ziel des Projekts.

Den Novena wird es in drei verschiedenen Varianten geben: In der günstigsten bekommt man nur die Platine und das Gehäuse in einem All-in-One Desktop. So lässt sich das Gerät zum beispiel fest an der Wand installieren. Der “Laptop” sitzt im selben Gehäuse, allerdings steckt in ihm auch noch eine SSD und ein Akku. Der Heirloom Laptop letztendlich wird von Hand aus Holz gefertigt — für 5000 USD. Insgesamt ist das Projekt also eher Kunst als Kommerz, es demonstriert aber, dass Open-Hardware ein Geschäftsmodell sein kann.

jbidwatcher-icon

3. April 2014
von Christoph
4 Kommentare

Biet-O-Matic unter Linux (oder auch Windows) mit JBidWatcher ersetzen

Vor ein paar Jahren verging eigentlich kaum ein Tag, an dem ich nicht durch Ebay gestöbert habe. Aktuell schaue ich jedoch kaum noch bei Ebay rein — meine letzte Aktion dort ist schon Monate… ach was sage ich… über ein Jahr her. So wie mir geht es auch vielen anderen, aber dennoch scheinen die Tage von Ebay noch nicht gezählt zu sein. Laut einer Studie von Statistica wurden im Januar 2014 so viele Auktionen wie noch nie eingestellt. Für Deutschland ermittelte Statistica knapp 70 Millionen Auktionen, nur in Kanada und den USA wird mehr über Ebay verkauft. Der Erfolg von Ebay soll nun aber gar nicht das Thema sein, sondern das automatische Bieten am Ende einer Auktion, also ein Biet-O-Matic für Linux.

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gnome-shell-virtualbox

31. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

VirtualBox-VMs über die GNOME-Shell aufrufen (GNOME 3.8 und neuer)

Vor fast zwei Jahren haben ich schon einmal darüber geschrieben, dass man mit der Shell-Erweiterung VirtualBox Vm Search Provider in VirtualBox erzeugte virtuelle Maschinen aus der GNOME-Shell heraus aufrufen kann. Mit Hilfe der Extension muss man zum Starten einer VM einfach auf die Windows/Super-Taste drücken, einen Teil des Names der gewünschten VM eingeben, diese mit [Runter] auswählen und per [Return] starten — die eigentliche VirtualBox-Anwendung kann geschlossen bleiben.

Der VirtualBox Vm Search Provider funktioniert jetzt wieder mit aktuellen GNOME-Versionen.

Der VirtualBox Vm Search Provider funktioniert jetzt wieder mit aktuellen GNOME-Versionen.

Leider gab die Shell-Erweiterung recht schnell ihren Geist auf. Ich meine, dass sie bereits mit einem Update auf GNOME 3.6 ihren Dienst quittierte und danach lange nicht aktualisiert wurde. Nun aber — gut schon seit zwei Monaten — funktioniert sie aber auch wieder mit GNOME 3.8 und neuer. Wer VirtualBox auf seinem Rechner hat und die GNOME Shell nutzt, der muss nur die Erweiterung aktivieren. Die VM sollten dann umgehend in der Aktivitäten-Übersicht erscheinen.

rapsberry-pi

31. März 2014
von Christoph
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Quake III Bounty Für den Raspberry Pi hat einen Gewinner!

Der Raspberry Pi hatte lange Zeit ein größeres Problem: Die Treiber für die VideoCore IV GPU von Broadcom waren Closed-Source und auch die Dokumentationen waren spärlich. Somit konnten keine freien Treiber für Grafikchip entwickelt werden und die Grafikperformances des Raspberry Pis ging hinter den theoretisch möglichen Leistungen hinterher — solange man nicht auf den proprietären Treiber zurückgreifen wollte.

Mit der Freigabe des Quell-Codes des Treibers seitens Broadcom Anfang März drehte sich jedoch der Spieß um, der Ball lag nun bei der FOSS-Community den Raspberry Pi fit für “freie” hardwarebeschleunigte Grafikdarstellung zu machen. Die Raspberry-Pi-Foundation setzte dafür extra eine Prämie aus: Wer es als erster schafft Quake III auf dem Raspberry Pi bei 1920×1080 Pixeln mit mindestens 20 fps zum Laufen zu bekommen – ohne den binären Treiber-Blob einzusetzen — der darf die Belohnung mit nach Hause nehmen.

Quake III auf dem Raspberry Pi mit 133 fps.

Quake III auf dem Raspberry Pi mit 133 fps.

Nun ist der Wettlauf wohl vorbei: gewonnen hat Pi-Hacker Simon Hall, der sich schon zuvor mit einigen Raspberry-Entwicklungen einen Namen gemacht hat. Seine Implementation des Treibers schafft es unter Quake III immerhin 133 fps aus der kleinen Platine zu locken. Der Treiber wird mit Sicherheit in einer der nächsten Raspbian-Versionen enthalten sein, bis dahin kann man sich den Spaß aber auch auf seinem Pi selber bauen, allerdings braucht das Compilieren bis zu 12 Stunden. Am besten baut man sich das Image daher auf einem “richtigen” Rechner.

Ich hoffe mal, dass sich durch den nun freien Treiber die Stabilität des Raspbis ein wenig bessert. Ich muss auf bei meinem leider immer wieder feststellen, dass es bei graphisch aufwändigeren Prozessen zu Abstürzen kommt. Die üblichen Tipps von wegen Netzteil wechseln oder eine andere SD-Karte habe ich mittlerweile alle durch. Wie ist es denn bei euch? Läuft euer Raspi ordentlich, auch wenn ihr zum Beispiel hochauflösende Filme darstellen lässt?

terminal-bash-completion

31. März 2014
von Christoph
6 Kommentare

Die Suche in der Bash History mit der BASH History Suggest Box aufbohren

Arbeitet man im Terminal, dann kommt es oft vor, dass man Befehle wiederholen oder nur leicht abändern möchte. Dazu kann man die Bash History mit den Taste [Hoch]/[Runter] Befehl für Befehl durchscrollen und per [Links]/[Rechts] den Cursor bewegen, um das gewählte Kommando zu ändern. Die Bash History lässt sich aber auch durchsuchen, dazu drückt man einfach [Strg]+[r] und tippt drauf los. Wiederholt man nun [Strg]+[r] kommt man zum nächsten passenden Treffer der Suche usw. Gespeichert werden diese Daten in den ~/.bash_history, die man sich auch mit dem folgenden Befehl ausgeben lassen kann.

$ history
   1  locate terminal | grep svg
   2  xdg-mime query default inode/directory
   3  joe /etc/gnome/defaults.list
   4  ...

Nun ist die History und deren Suchfunktion in der Bash schon relativ gut, andere Shells wie etwa die Z-Shell aka zsh (Wikipedia) machen es aber noch einmal deutlich besser. Marcel von zInformatik oder Kushellig haben die wichtigsten Funktionen der zsh in meinen Augen recht gut zusammengefasst. Allerdings sind eben die meisten Linux-User mit der Bash unterwegs, und gerade daher lohnt es sich einmal auf die BASH History Suggest Box zu schauen.

# BASH History Suggest Box unter Ubuntu installieren
$ sudo add-apt-repository ppa:ultradvorka/ppa
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install hh

# BASH History Suggest Box unter Arch Linux installieren
$ pacaur -S hh

Die BASH History Suggest Box könnt ihr über die oben stehenden Befehle installieren. Für Ubuntu-User bietet der Autor selber ein PPA mit nur diesem Programm an, Arch-Linux-User werden wie so gut wie immer im AUR fündig. Für andere Distributionen wie etwa Debian oder Linux Mint findet ihr auf der eingangs verlinkten Github-Seite des Projektes Installationshinweise. Nach der Installation lässt sich die BASH History Suggest Box dann mit hh aufrufen, es macht wohl allerdings mehr Sinn sie fest im System zu veranken, der Befehl…

$ hh --show-configuration >> ~/.bashrc

…schreibt die Konfiguration für die BASH History Suggest Box direkt in eure ~/.bashrc, so dass ihr wie gewohnt den Bash-Verlauf mit der Tastenkombination [Strg]+[r] durchsuchen könnt. Allerdings bietet die BASH History Suggest Box deutlich mehr Funktionen wie die herkömmliche Bash History. Sie zeigt nicht nur Befehl auf Befehl an, sondern listet gleich alle Befehle auf, die ihr in der letzten Zeit eingegeben habt.

Die BASH History Suggest Box zeigt alle Befehle der Bash-History in einer GUI an.

Die BASH History Suggest Box zeigt alle Befehle der Bash-History in einer GUI an.

Mit der BASH History Suggest Box lässt sich die Bash-History deutlich einfacher durchsuchen.

Mit der BASH History Suggest Box lässt sich die Bash-History deutlich einfacher durchsuchen.

Durch diese Liste scrollt ihr nun wie gewohnt mit [Hoch]/[Runter]. Mit [Links]/[Rechts] oder [Tab] übernimmt ihr den aktuell ausgewählten Befehl in die Shell, wo ihr ihn wie gewohnt bearbeiten könnt. Gebt ihr Text ein, dann filtert die BASH History Suggest Box umgehend Befehle mit diesem Text heraus, auch durch diese reduzierte Liste kann man wieder bequem scrollen. Soll einer der Befehle gar nicht mehr in der Shell-History auftauchen, dann könnt ihr ihn mit [Entf] rauskicken.

(Via Raschix)

linus-linux

29. März 2014
von Christoph
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Linus Torvalds stellt auf ZDTV Linux und Redhat vor… 1998

Meine erste Begegnung mit Linux war wahrscheinlich mit Suse 6.3 oder 6.4, von daher ist es durchaus mal interessant ein wenig zurück in die Geschichte zu reisen. Im Video spricht Linus Torvalds mit Leo Laporte und Kate Botello auf ZDTV über Linux und Redhat 5.1. Nicht heute, sondern 1998, also vor über 15 Jahren. Den 500 Pfund-Gorilla Microsoft konnte Linux zwar noch nicht erlegen, doch die Fortschritte sind doch beeindruckend. :)

(Direktlink zum Video)

popcorn-time-icon

28. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

Popcorn Time bleibt mit der Version 0.2.8 weiter am Ball

Die Geschichte rund um Popcorn Time bleibt nach wie vor sehr spannend. Nachdem das auf BitTorrent basierende Videostreaming-Tool einen heißen und vielerorts verbloggten Start hingelegt hat, wurde es ein kleines wenig stiller, seitdem die ursprünglichen Popcorn-Time-Entwickler das Handtuch geworfen und die Weiterentwicklung des Projekts eingestellt haben. Da das Programm jedoch unter einer Open-Source-Lizenz entwickelt wurde, geht es inzwischen mit Popcorn Time wieder weiter. Auf der Homepage der Anwendung lässt sich jetzt die Version 0.2.8 von Popcorn Time herunterladen — nach wie vor auch für Linux in Form eines fertig compilierten .tar.gz-Archivs.

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latex-bewerbung

28. März 2014
von Christoph
15 Kommentare

Bewerbung mit Hilfe von LaTeX-Vorlagen unter Ubuntu oder Arch Linux schreiben

Wer eine Bewerbung schreiben muss, der möchte sich eigentlich nicht auch noch in so etwas “kompliziertes” wie LaTeX einarbeiten. Oft genug feilt man schon lang genug am Anschreiben und am Lebenslauf, da muss man sich nicht auch noch in eine Auszeichnungssprache und neue Programme einarbeiten, es klappt doch auch mit Microsoft Office! Wenn man sich aber nur ein klein wenig Mühe gibt und bereit ist etwas dazuzulernen, der schafft es ohne großes LaTeX-Know-How eine sehr ansprechende Bewerbung zu verfassen. Ich möchte euch dazu alle nötigen Tools an die Hand geben, und liefere auch gleich ein paar Bewerbungs-Vorlagen dazu.

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maxthon-logo

27. März 2014
von Christoph
3 Kommentare

Maxthon veröffentlicht seinen Browser jetzt auch für Linux

Firefox, Chrome, Opera, Chromium, Midori, Epiphany oder Uzbl? Die Browser-Welt unter Linux ist riesig und wächst nach wie vor noch regelmäßig an. Mit dem offiziellen Release des Maxthon Cloud Browsers für Linux bekommt ihr nun eine Option mehr unter Linux zu surfen. Das “besondere” an Maxthon ist wohl, dass der Browser ähnliche wie Chrome Tabs, Bookmarks und Downloads über das Netz synchroniseren kann — ohne aber dass Google dabei ins Boot geholt werden muss. Allerdings stammt der Browser aus einer chinesischen Software-Schmiede. Treibt man daher den Belzebub mit dem Teufel aus? Neben der Version für Linux gibt es den Browser auch für Windows, MacOS X, iOS, Android und Windows Phone. Praktisch sind auch die von Haus aus enthalten Mausgesten, die sich mit der rechten Maustaste aktivieren lassen.

Den Maxthon Browser gibt es jetzt auch offiziell für Linux.

Den Maxthon Browser gibt es jetzt auch offiziell für Linux.

Ins Netz geladene Passwörter und Logins werden browserseitig mit AES256 verschlüsselt, so dass mehr Privatsphäre als bei Chrome geboten wird. Da der Browser zum Teil auf Chromium basiert und Webkit nutzt, können aber auch Chrome/Chromium-Erweiterungen eingebunden werden, ein Adblocker wird etwas gleich beim ersten Start aktiviert. Allerdings ist Maxthon nicht quelloffen, die Anwendung ist klassische Freeware, hat sich aber wohl in China bereits 30 Prozent des Browserkuchens einverleibt.

Da der Browser auf Chromium und Webkit aufbaut unterstützt er auch Chrome-Erweiterungen.

Da der Browser auf Chromium und Webkit aufbaut unterstützt er auch Chrome-Erweiterungen.

Maxthon bekommt man direkt von der Homepage des Projekts, für Linux werden 32- und 64-Bit .DEB- und .RPM-Pakete angeboten, wie auch .tar.gz-Archive zum händischen entpacken, die sich auf allen Linuxen starten lassen. Wer mit Arch Linux unterwegs ist, der kann sich den Weg auf die Homepage sparen, das AUR-Paket maxthon-browser schaufelt euch Maxthon ohne Umwege direkt auf den Rechner. Wer eine der Alpha- oder Beta-Builds auf dem Rechner hatte, sollte die aber wohl vorher deinstallieren.

(Quelle: Maxthon Forum, Via: Reddit)

google-music

27. März 2014
von Christoph
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Google Music bietet jetzt Musik-Uploads direkt aus dem Browser, Ordnerüberwachung und einen Mini-Player… aber nur für Chrome

Für Linuxer und eigentlich auch auf allen anderen Systemen war der Google Music immer ein wenig nervig. Erstens musste zum Upload eigener Titel immer ein extra Upload-Manager aus dem Netz laden und installieren und zweitens gab es auch keinen kleinen Player, der im Hintergrund einfach so mal mitlaufen kann. Um am Rechner Musik aus seinem Google-Konto hören zu können, musste man immer einen Tab mit Google Music offen lassen oder auf trickreiche Apps wie Nuvola zurückgreifen. Allerdings ist dann auch immer eine großformatige Anwendung offen. Mit dem letzten Update von Google Music sind beide Kritikpunkte nun Geschichte.

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