Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

humble-bundle-android

14. August 2014
von Christoph
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Überarbeitete Humble Bundle App 2.0 für Android erschienen

Über Aktionen des Humble Bundles zu berichten ist ja quasi schon zu einem Volkssport geworden. Jedes neue Bundle geht durch die Blogwelt wie ein D-Zug durch Kleindingharting. Inzwischen ist das Bundle leider vom Konzept her ein wenig von der Idee abgekommen immer nur Spiele anzubieten, die plattformübergreifend unter Linux, MacOS X und Windows funktionieren. Oft genug gibt es inzwischen Bundles, die nur Spiele für Windows beinhalten.  Heute gibt es jedoch ein paar besondere Nachrichten vom Bundle, Android-User können sich auf eine neue Humble-Bundle-App freuen.

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openstreetmap-osm

14. August 2014
von Christoph
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Die OpenStreetMap feiert ihren zehnten Geburtstag

Leider bin ich ein paar Tage zu spät dran, aber irgenwie haben es auch die großen Medienhäuser verschlafen. Am 9. August hat die OpenStreetMap weltweit ihren ersten zweistelligen Geburtstag gefeiert. In zahlreichen Städten rund um den Globus fanden aus diesem fröhlichen Anlass Geburtstagspartys der OSM-Community statt. Über 1,5 Millionen Mapper haben das 2004 von Steeve Coast gestartete Projekt zum wohl größten Crowdsourcing-Vorhaben nach der Wikipedia gemacht. Inzwischen gibt es in der OpenStreetMap kaum mehr weiße Flecke, oft überflügelt die OSM kommerzielle Karten wie die von Microsoft, Google und Co. in Detailreichtum und Informationsgehalt deutlich.

Zum Geburtstag gibt es eine schöne Laudatio vom Team der WheelMap, zudem findet ihr ein ausführliches und interessantes Interview von TechCrunch mit Steve Coast, der inzwischen seine Brötchen bei Telenav verdient. Und wer ein bisschen in Nostalgie schwelgen möchte, der sollte sich mal OSM Then And Now ansehen. Die Seite stellt die Kartendaten der OpenStreetMap von 2007 und heute Seite an Seite, so dass man die Fortschritte wunderbar erkennen kann. Und letztendlich darf natürlich nicht das von Telenav produzierte Video nicht fehlen, das sämtliche Edits an der OSM seit den Anfängen 2004 eindrucksvoll visualisiert.

knoppix

14. August 2014
von Christoph
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Knoppix 7.4.0 als DVD-ISO zum Download verfügbar

Bitte Hand heben! Wer von euch hatte seinen ersten Kontakt mit Linux dank einer Knoppix-CD? Ich denke, dass das nicht wenige sein dürften. Bei mir gab es den First-Contact allerdings mit einer grünen Box und Suse 5.x. Ohje, ist das schon lange her… Aber genug der Sentimentalitäten: Klaus Knopper und Knoppix freuen sich auch nach über 10 Jahren Entwicklungszeit an Knoppix noch bester Gesundheit, gerade eben erst hat Klaus Knoppix 7.4.0 als DVD-ISO zum Download mit zahlreichen Neuerungen veröffentlicht.

Knoppix ist immer noch als Live-CD zum Probieren und Testen gedacht und enthält dank geschickter Kompression so gut wie alles, was man an Linux-Programmen auftreiben kann — ok, nicht alles, aber sehr sehr sehr viele Anwendungen sind von Haus aus mit an Bord. Wer möchte kann sich das ISO-Image natürlich auch direkt auf einen USB-Stick bannen. Alternativ bringt Knoppix auch ein Skript mit, das die Installation auf einem Speicherstick einen Tick leichter macht. Als fest installierte Distribution eignet sich Knoppix eher nicht.

Knoppix 7.4.0 basiert wie schon länger aus aus einem Mix von Debian/Stable (also Wheezy), ein paar Paketen aus Testing und Unstable (Jessie), so dass Knoppix aktuelle Grafiktreiber und Anwendungsprogramme mitbringt, und Kernel 3.15.6 sowie xorg 7.7 (core 1.16.0) zur Unterstützung aktueller Computer-Hardware. Das Ganze ist geschickt verschnürt und mit einer exzellenten Hardwareerkennung ausgestattet, so dass ihr Knoppix sehr gut als Referenz für die Linux-Tauglichkeit eines Rechners verwenden könnt.

piwik-android

14. August 2014
von Christoph
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Piwik Mobile 2.1 Beta für Android

Wer für Webanalytik auf Piwik setzt, der hat wahrscheinlich auch die Piwiki-App auf seinem Handy installiert, von der es mittlerweile zwei Ausgaben gibt. Das überarbeitete Piwik Mobile 2 passt sich deutlich besser in die Android-Optik ein und bietet zum Beispiel einen bequemen Zugriff auf die einzelnen Analytik-Daten über eine ausziehbare Seitenleiste. Allerdings hat die App noch einige Ecken und Kanten, die es auszubessern gilt. So wollte etwa die Real-time Map nicht unter Android 4.4 funktionieren.

In nicht ganz so weiter Ferne steht daher ein Update von Piwik Mobile auf die Version 2.1 an. Wer schon heute die neuen Funktionen — von denen es bisher noch nicht all zu viele gibt — kennenlernen möchte, der kann sich sich allerdings schon jetzt das gerade eben veröffentlichte Piwik Mobile 2.1 Beta aufs Handy holen. Die Beta gibt es nicht über den Play Store und auch nicht über eine Google+-Gruppe, sondern ganz simpel als Download PiwikMobile2.1Beta1.apk, den ich euch selber aufs Handy schaufeln müsst.

firefox-os

13. August 2014
von Christoph
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Das neue Alcatel One Touch Fire E mit Firefox OS 1.3 im Test

Wenn wir von einem Smartphones reden, dann eigentlich immer von Geräten mit Android oder iOS als Betriebssystem. Doch im Handy-Teich schwimmen mehr als diese beiden Fische — wenn auch die zwei die dicksten Karpfen im Tümpel sind. Blackberry ist praktisch im Nirvana verschwunden, Microsofts Windows Phone dümpelt bei nicht einmal 5 Prozent Marktanteil vor sich hin, erstaunlicherweise rechnet der Branchendienst Gartner sehr optimistisch mit 10 Prozent vom Kuchen — im Jahr 2018. Noch sehr jung auf dem Markt ist Mozilla mit Firefox OS. Als wirklich freies Open-Source-System soll Firefox OS eine Alternative für all die darstellen, die weg von den großen Zwei wollen, zudem bietet das freie System Herstellern von günstigeren Handys viele Chance, daher ist Firefox OS in Entwicklungs- und Schwellenländern gar keine so kleine Nummern. In Deutschland soll nun das Alcatel One Touch Fire E Marktanteile gewinnen. Ich habe das neue Firefox-Handy hier im Test. Weiterlesen →

netflix-icon

10. August 2014
von Christoph
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Video-Streaming von Netflix mit HTML5 und ohne Silverlight bzw. Pipelight

Das Thema Maxdome, Amazon Video, Watchever und Silverlight bzw. Pipelight ist schon seit einiger Zeit eines der meist gelesenen hier im Blog, denn nach wie bereitet der ganze DRM-Heckmeck den Linux-Usern sehr viel Ärger. Nach außen hin sieht es auch nicht so aus, dass sich in der nächsten Zeit daran etwas ändern wird. Microsoft wird das für die meisten Streaming-Dienste benötigte Browser-Plugin Silverlight wohl kaum für Linux bauen und die mächtige Content-Industrie scheint die Video-on-Demand-Dienste so sehr im Griff zu haben, dass diese sich nicht trauen eine Lösung zu suchen, die zuverlässig plattformübergreifend funktioniert.

Netflix unter Linux mit HTML5 und ohne Silverlight (Quelle: Nathan VanCamp)

Allerdings gibt es einen mächtigen Game-Changer in diesem Spiel: Die Implementation von DRM-Mechanismen direkt in HTML5 mittels Encrypted Media Extension (EME). Nicht ohne Grund stecken hinter dieser Initiative Google, Microsoft und Netflix — In dieser Konstellation fehlt eigentlich nur noch Apple. Zusammen haben die drei Unternehmen so viel Einfluss, dass sie wohl auch den Himmel pink färben könnten — oder vielleicht auch Seen? Wer weiß?

Update: Netflix ist seit dem 16.09.2014 in Deutschland ganz offiziell am Start. Wer Netflix mit einem Linux-Browser aufruft, dem sagt der Dienst erst einmal, dass die Systemanforderungen nicht erfüllt werden. Mit den richtigen Einstellungen funktioniert Netflix unter Linux jedoch ganz ohne Silverlight und große Basteleien. Der Beitrag erklärt die Installation eines User-Agent-Switchers Schritt für Schritt.

Nicht ohne Grund gibt es gegen DRM in HTML5 auch kräftig Gegenwind. Nun ist es wohl aber so weit, dass Netflix auch ohne Silverlight funktioniert. Der Videodienst blockiert zwar immer noch Linux-Rechner, doch ein findiger User hat den entsprechenden User-Agent herausgefunden, so funktioniert Netflix im Zusammenspiel mit Chrome auch unter Linux. Hier sind seine Notizen…

  1. Installiere Chrome v38 Beta, wahrscheinlich funktioniert das Ganze aber auch mit Chrome v38. Andere Browser bus auf den Internet Explorer werden aktuell nicht unterstützt.
  2. Um den User-Agent entsprechend umzubiegen braucht ihr nach wie vor den User-Agent Switcher für Chrome.
  3. Fügt von Hand diesen User Agent hinzu Mozilla/5.0 (Windows NT 6.3; Win64; x64) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/37.0.2049.0 Safari/537.36.
  4. Aktiviert den gerade hinzugefügten User-Agent und öffnet Netflix im Browser.

Ich kann das Ganze mangels VPN in die USA und mangels Netflix-Account gerade nicht eigenhändig überprüfen, allerdings verfügt mit Sicherheit einer von euch über die entsprechenden Ressourcen. Für uns Linuxer in Deutschland heißt das nun, dass wir in Zukunft zumindest einen Video-on-Demand-Anbieter haben werden, der auch ohne Silverlight funktioniert — Wenn denn Netflix in Deutschland, endlich mal startet. Die letzte Nachricht lautetete, dass Netflix im Laufe des Jahres in Deutschland, Österreich und der Schweiz loslegt. Hat Netflix mit dem Verzicht auf Silverlight und dem Einsatz von HTML5 Erfolg, dann werden mit Sicherheit auch die anderen Anbieter umschwenken.

axel

7. August 2014
von Christoph
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Axel als CLI-Download-Manager wie wget mit Multithreading-Funktion

Üblicherweise erledige ich größere Downloads von zum Beispiel ISO-Images über BitTorrent, aber ab und an wird die gewünschte Datei jedoch nur über http oder ftp angeboten. In dem Fall greife ich meist zu wget, so lässt sich der Download bei Problemen auch locker wieder fortsetzen. Ärgerlich wird es jedoch wenn der Server, von dem man seine Datei herunterladen möchte, nicht an der schnellsten Datenleitung hängt bzw. die Downloadgeschwindigkeit begrenzt. In so einer Situation nutzen Windows-User gerne einen Downloadmanager wie FlashGet, der Dateien in mehreren Threads herunterladen kann und so für deutlich mehr Speed sorgen kann. Eine ähnliche Funktion bietet wget nicht an, als Alternative kann man allerdings zu axel greifen.

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Hell Yeah, Rambo-Tux!

7. August 2014 von Christoph | 5 Kommentare

Der von mir in vielen Grafiken und auch im Headerbild genutzte Tux stammt von mdh3ll auf deviantART. Ich finde ihn ein bisschen zeitgemäßer als den klassischen Tux von Larry Ewing, der immerhin bald 20 Jahre auf dem Buckel haben wird. Vorhin habe ich kurz mal mein Impressum durchblättert und bin dem Link zur deviantART-Seite von mdh3ll gefolgt. Und was sehe ich da? Ein Rambo Tux, Hell Yeah! Diesen hat mdh3ll jedoch leider noch nicht unter eine freie Lizenz gestellt.

intel

7. August 2014
von Christoph
4 Kommentare

Mit Inxi und I-Nex Informationen zur Hardware des Rechners ausgeben

Für Computer-Bastler wie du und ich, die ab und an mal fremde Rechner zwischen den Fingern zu haben, ist es wichtig schnell Informationen über den Rechner in Erfahrung bringen zu können. Was für eine CPU steckt im Rechner? Was für ein Motherboard wurde verbaut? Hab ich hier eine Intel-, ATI- oder Nvidia-Grafikkarte vor mir? Wie viel RAM steckt im Rechner und wie groß sind eigentlich die Festplatten. All diese Informationen kann man sich mit lspci, fdisk, free und Co. ausgeben lassen, oder man greift ganz einfach zum Kommandozeilentool Inxi und bekommt zahlreiche Details zur Hardware des Rechners auf dem Silbertablet präsentiert.

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Microsoft FUD, the next generation

6. August 2014
von Christoph
21 Kommentare

Microsoft über Linux als Server-System: “That’s where Linux falls short”

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das cool-old-term einmal zum Illustrieren einer Aussage von Microsoft gebrauchen könnte, doch diese passt so gut in unserer Zeit wie eben ein giftgrüner Monochrom-Röhrenmonitor. Microsoft wagt auf seiner Seite Why Microsoft die steile These “However, sometimes your solution is focused solely on server-side operating systems, and that’s where Linux falls short.” und daher würde “Windows Server gives you the highly manageable, secure, cost-effective, cloud-ready platform you need to support your company’s innovative IT goals.

Hallo McFly? Jemand zu Hause? Ich kann ja verstehen, dass man über das Jahr des Linux-Desktops spottet… wir werden es wohl nie erleben. Doch im Server-Bereich fällt es schwer über solchen FUD von Microsoft hinwegzusehen, wenn man zum Beispiel den mageren Marktanteil von Microsoft Server im Bereich der Webserver von nur 11 Prozent betrachtet. Gewachsen ist dieser Wert schon seit Jahren nicht mehr! Nun besteht die IT-Welt nicht nur aus Webservern, doch auch in anderen Bereichen hat Linux als Serversystem mehr als nur ein Stein im Brett.

Microsoft meint, dass Linux als Server-System versagen würde.