Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

LibreOffice 4.0 unter Debian, Ubuntu oder Linux Mint installieren

7. Februar 2013
von Christoph
46 Kommentare

LibreOffice 4.0 unter Debian, Ubuntu oder Linux Mint installieren

Die Spatzen pfeifen es ja von allen Dächern: LibreOffice 4.0 ist seit heute am Start. Da libreoffice.org mächtig überlaufen ist, mache ich es für euch kurz und schmerzlos, hier sind Bittorent-Links zu den einzelnen offiziellen DEB-Paket-Archiven für Debian, Ubuntu und alles was sonst noch darauf basiert.

32-Bit:

64-Bit

Für RPM-basierte Distributionen (32-Bit, 64-Bit) gibt es natürlich auch entsprechende Downloads, wie auch selbstverständlich für Windows, aber auch da würde ich wieder zu den Torrents greifen. Je mehr die Nachricht die Runde macht, desto mehr werden die Libre-Office-Server in die Knie gehen. Mit dem Download über BitTorrent schont ihr die Kapazitäten von LO, ein entsprechenden Client bringt eigentlich jedes System mit und zur Not ist bspw. Transmission schnell installiert.

Wer nun das neue LibreOffice 4.0 unter Debian oder Ubuntu installieren möchte, der muss dieses von Hand tun. Werft dazu am besten erstmal die alte Version vom System. Geht dann in Terminal in das Verzeichnis mit den heruntergeladenen Archiven, entpackt diese und installiert dann die entpackten .deb-Pakete. Das müsst ihr für das Programm, die deutschen Sprachpakete und auch die Hilfe jeweils extra machen. Zur Sicherheit lasse ich am Ende nochmal fehlende Abhänigkeiten auflösen.

### Alte Version entfernen
$ sudo apt-get remove libreoffice*

### Libre Office installieren
$ tar -xzf LibreOffice_4.0.0_Linux_x86-64_deb.tar.gz
$ sudo dpkg -i LibreOffice_4.0.0.3_Linux_x86-64_deb/DEBS/*.deb
$ sudo dpkg -i LibreOffice_4.0.0.3_Linux_x86-64_deb/DEBS/desktop-integration/*.deb

### Deutsches Sprachpaket
$ tar -xzf LibreOffice_4.0.0_Linux_x86-64_deb_langpack_de.tar.gz
$ sudo dpkg -i LibreOffice_4.0.0.3_Linux_x86-64_deb_langpack_de/DEBS/*.deb

### Deutschesprachige Hilfe
$ tar -xzf LibreOffice_4.0.0_Linux_x86-64_deb_helppack_de.tar.gz
$ sudo dpkg -i LibreOffice_4.0.0.3_Linux_x86-64_deb_helppack_de/DEBS/*.deb

### Zur Sicherheit...
$ sudo apt-get install -f

Unter LibreOffice 4.0 New Features and Fixes findet ihr alle Informationen über das, was an der neuen Version geändert wurde. Mein persönliches Highlight ist fürs erste, dass es ENDLICH (Entschuldigt bitte, ich muss hier brüllen) möglich ist direkt aus LibreOffice Calc heraus möglich ist Charts als Bild zu schreiben. Was glaubt ihr wie oft ich mir von meiner besseren Hälfte in den letzten Wochen anhören musste, was für ein Mist LibreOffice den sei… Sie schreibt an ihrer Thesis und musste viele Diagramme über den Umweg eines PDFs exportieren.

LibreOffice 4.0 exportiert nun endlich auch Charts als Bilddatei.

LibreOffice 4.0 exportiert nun endlich auch Charts als Bilddatei.

 

 

Gimp 2.8.4 im Kesselgulasch PPA, bitte aber auch G'MIC nicht vergessen

7. Februar 2013
von Christoph
24 Kommentare

Gimp 2.8.4 im Kesselgulasch PPA, bitte aber auch G’MIC nicht vergessen

Gimp 2.8.4 wurde vorgestern veröffentlicht. Die Neuerungen halten sich dem Blogbeitrag der gimpusers.com nach ich in Grenzen, allerdings handelt es sich ja nicht um ein Major-Release. Es wurden viele Bugs behoben und — was ich auch bemerkt habe — die Lokalisierung deutlich verbessert. In der Vorgängerversion habe ich noch an viele Stellen englische Begriffe gesehen. Aus dem PPA von Thorsten Stetin lässt sich die neue Version wie immer leicht installieren.

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Das SonosNet mit dem PC oder iPhone/iPad nutzen (Android mit Root nötig)

5. Februar 2013
von Christoph
7 Kommentare

Das SonosNet mit dem PC oder iPhone/iPad nutzen (Android mit Root nötig)

Ich habe hier gerade zwei Sonos Play:3 Boxen und einen Sonos Connect:AMP in der Wohnung stehen, die über die Wohnung verteilt gerade für einen ordentlichen Sound im Haus sorgen, ohne dass man groß Kabel verlegen müsste. Das Prinzip von Sonos ist in der Tat recht clever, ein Gerät oder alternativ auch die optionale kleine Sonos Bridge werden an das LAN angeschlossen, so dass sich das komplette System von einem NAS oder einer Dateifreigabe auf einem Rechner seine Musik holen kann. Die einzelnen Sonos-Geräte spannen dann untereinander ein zusätzliches Mesh-WLAN — das Sonos Net — auf  so dass die Musik problemlos per WLAN-Funk übertragen werden kann, auch wenn das eigentliche WLAN des Routers ausgelastet ist. Was aber nur wenige wissen, ihr könnt das SonosNet dazu benutzen die Reichweite eures WLANs auszuweiten, so dass ordentliches WLAN überall dort zur Verfügung steht, wo auch eine Sonos-Box steht. Die Zugangsdaten zu diesem SonosNet-WLAN gibt das System nicht Preis, mit einem gerooteten Androiden lassen sie sich jedoch hervorkitzeln, so dass man das SonosNet mit seinem Notebook oder auch iOS-Geräten nutzen kann.

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Watchever trotz Root unter Android benutzen

5. Februar 2013
von Christoph
48 Kommentare

Watchever trotz Root unter Android benutzen

Mit Watchever gibt es seit Anfang des Jahres eine Alternative zu Lovefilm, Netflix und Co. Der Dienst mit französischen Wurzeln — der Medienkonzern Vivendi schießt das nötige Risikokapital vor — bietet für 8,99 Euro im Monat (30 Tage kann man Watchever kostenlos testen) eine Film- und Serien-Flatrate. Für Linuxer ist die aufgrund von Silverlight mal wieder kein Thema, allerdings hat Watchever eine Android App in Peto, die sich eigentlich ganz gut sehen lassen kann. Sie ist allerdings bislang nur Android-Tablets (leider nicht für das Nexus 7) freigeschaltet, Handy-User schauen daher derzeit noch in die leere Röhre. Genauso wie User mit gerooteten Tablets, hier streikt der Stream wohl aus rechtlichen Gründen. Allerdings lässt sich diese Sperre aktuell wohl doch umgehen.

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Kingsoft Ooffice Ubuntu

31. Januar 2013
von Christoph
15 Kommentare

Kingsoft Office bzw. WPS Office als natives Linux-Office mir Ribbon-Look

Es gibt ja Leute, die finden die Ribbon-Oberfläche der aktuellen Office-Versionen den letzten Schrei. Wie man dazu auch steht, unter Linux gibts es das nicht. Wirklich? Aus China kommt das Kingsoft Office, aka KSOffice oder WPS Office. Bislang gab es die Software für Windows und Android, nun aber hat man wohl aber auch eine Linux-Variante gebaut. Ob man unter Linux ein Office braucht, das primär die Microsoft-Office-Formate benutzt, ist sicherlich fraglich. Aber vielleicht schließt das Kingsoft Office bei den Usern eine Lücke, die oft mit diesen Dokumenten umgehen müssen, und mit dem Support der Formate in LibreOffice nicht zufrieden sind.

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Maxdome oder Lovefilm unter Ubuntu oder Linux Mint ansehen

30. Januar 2013
von Christoph
40 Kommentare

Maxdome oder Lovefilm unter Ubuntu oder Linux Mint ansehen

Wer TV- bzw. Video-Streaming-Dienste wie Maxdome oder Lovefilm unter Linux benutzen möchte, der schaut ersteinmal traurig in die Bildröhre. Die Dienste setzen durch die Bank zur Wahrung ihrer DRM-Interessen auf das Browser-Add-On Sliverlight, das es für Linux zwar in der Implementation von Moonlight gibt, doch in dieses wurde die DRM-Verschlüsselung nicht integriert. Open-Source und geheime Schlüssel passen eben nicht wirklich zueinander… Von daher bleibt für Linuxer die Röhre schwarz, es sei denn man installiert sich einen Windows-Firefox mit Wine und Silerlight für Windows, was nun durch ein PPA und ein paar praktische Pakete deutlich leichter geworden ist.

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GVFS-Update ermöglicht unter Ubuntu/Linux den Zugriff auf Android-Geräte via MTP

29. Januar 2013
von Christoph
78 Kommentare

GVFS-Update ermöglicht unter Ubuntu/Linux endlich den bequemen Zugriff auf Android-Geräte via MTP

Wer einen Nexus-Androiden oder auch ein aktuelles Samsung-Handy mit Android kauft, der wird feststellen, dass es unter Linux ein klein wenig nervig ist Daten auf bzw. vom Handy zu schieben. Der Grund dafür ist, dass Google mittlerweile darauf verzichtet den Handys eine eigene Datenpartition zu spendieren, die aus dem System ausgehängt und exklusiv über USB via USB-Mass-Storage (USM) vom PC angesprochen werden kann. Stattdessen werden die Daten mittels MTP/PTP übertragen, was unter Linux allerdings einige Problemchen verursacht. Tools wie go-mtpfs oder jmptpfs oder auch AirDroid sind brauchbare Krücken, doch bequem ist was anderes. Ein Update des GVFS hat jedoch mittlerweile gerlent mit MTP umzugehen. Weiterlesen →

ARD Live-Stream unter Linux mit VLC oder mplayer streamen

3. Januar 2013
von Christoph
36 Kommentare

Den Live-Stream der ARD unter Linux mit VLC oder mplayer ansehen

Seit Anfang des Jahres streamt die ARD ihr aktuelles TV-Bild komplett ins Netz. Die Gründe für diese Neuerung liegen in meinen Augen in der neuen GEZ-Steuer, schließlich können sich jetzt Computer-Besitzer ohne Fernseher nicht mehr “rausreden”, dass sie die ARD gar nicht empfangen könnten. Unter live.daserste.de bzw. m.daserste.de/#live seht ihr genau das, was auch gerade in der Glotze ausgestrahlt wird (es sei denn die ARD darf das aktuelle Material nicht im Netz zeigen).

Allerdings zeigt sich der Stream in meinen Augen unter Linux ein wenig arg bockig. Er braucht wohl eine aktuellere Flash-Version als 11.2 r202, die auf Ubuntu-Systemen mittlerweile nur noch über den Chrome-Browser zu bekommen ist. Unter Firefox sieht man daher nur eine schwarze Box, obwohl Flash an sich funktioniert, zumindest ist das auf meinen beiden Desktop-Systemen so.

Auf meinem System sehe ich nur eine schwarze Box.

Auf meinem System sehe ich nur eine schwarze Box.

Chrome-Usern kann es jedoch genauso ergehen, wenn der Browser so konfiguriert ist, dass er das über die Paketverwaltung installierte Flash-Plugin benutzt. Schaut daher mal nach chrome://plugins und sucht euch den Eintrag zum Adobe Flash Player heraus.

Deaktiviert das Plugin libflashplayer.so aus /usr/lib/flashplugin-installer/ und aktiviert stattdessen libpepflashplayer.so aus dem Installationsverzeichnis von Chrome /opt/google/chrome/PepperFlash/. Bei mir machte der Stream danach auch unter Linux keine Zicken mehr.

Wählt in chrome://plugins das von Google mitgelieferte Flash-Plugin aus.

Wählt in chrome://plugins das von Google mitgelieferte Flash-Plugin aus.

Wer auf einen Browser verzichten möchte und die ARD lieber in einem Video-Player wie VLC  ansehen möchte, der sollte einen Blick in die Datei livestream.xml werfen. Dort listet das System der ARD alle zur Verfügung stehenden Streams auf, die ihr dann zum Füttern des VLC-Players nutzen könnt.

# Auflösung Small: 480x272
$ vlc rtsp://daserste.edges.wowza.gl-systemhaus.de/live/mp4:daserste_int_320

# Auflösung Medium: 512x288
$ vlc rtsp://daserste.edges.wowza.gl-systemhaus.de/live/mp4:daserste_int_576

# Auflösung Big: 960x544
$ vlc rtsp://daserste.edges.wowza.gl-systemhaus.de/live/mp4:daserste_int_1600

Oder als Link… Small, Medium und Big.

Die VLC-Lösung spart erstens Ressourcen und zweitens könnt ihr das TV-Bild frei und beliebig groß auf eurem Desktop platzieren. Ihr seid übrigens nicht an VLC gebunden, die URLs lassen sich auch in anderen Playern wie dem flexiblen mplayer oder auch dem guten alten Totem laden.

Mit ein paar Tricks lädt man den Stream in VLC oder dem mplayer.

Mit ein paar Tricks lädt man den Stream in VLC oder dem mplayer.

Sonys hochwertiger MDR-1R Kopfhörer am Android-Handy

14. Dezember 2012
von Christoph
12 Kommentare

Sonys hochwertiger MDR-1R Kopfhörer am Android-Handy

Ich gehöre zwar nicht zur Generation Hipster, die mit bunten Kopfhörer (oder besser: Muschelkopfhörern) auf den Ohren durch die Strassen rennt, doch die immer schlechter werdenden Ohrhörer die aktuellen Handy beiliegen, verleiden mir doch kräftig das Musikhören mit dem Handy. Google hat mittlerweile erkannt, dass die Handy-Knopfhörer keinen Húnd mehr hinter dem Ofen hervorholen und liefert etwa beim Nexus 4 erst gar keine Kopfhörer mehr mit. Bei mir kommen daher meist ältere Sonys zum Einsatz, die ich mir vor einigen Jahren beim Kauf eines – damals schweineteuren – MP3-Spielers geleistet habe. Von daher war ich sehr glücklich von Sony einmal wirklich ordentliche Kopfhörer vom Typ Sony MDR-1R gestellt bekommen zu haben, so dass ich den Vergleich ziehen kann. Audiophile werden mit Sicherheit glücklich, Android-User werden allerdings mal wieder links liegen gelassen. Weiterlesen →