Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

avm

12. März 2014
von Christoph
6 Kommentare

AVM zeigt auf der CeBIT einen WLAN-Repeater mit DVB-C-Modul, das auch auf Linuxe streamt

Ich kann mich noch gut erinnern wie ein halber Meter TV-Karte von Hauppauge in meinem Big-Tower gesteckt hat, doch inzwischen sind die “großen” Zeiten der TV-Karten für den Computer wohl vorbei. Dennoch gibt es nach wie vor viele Computer-User, die nebenbei auch einmal ein wenig nebennbei am Computer fernsehen möchten, meist greift man dafür inzwischen auf Software-Lösungen wie Zattoo oder Live-Streams zurück. Alternativ streamen immerhin auch ARD, ZDF und Co. ihr Bild ins Netz. Doch bei den Privaten sieht es immer noch recht mau aus, in Deutschland lässt sich alles von ProSiebenSat.1 Media nicht einmal in der kostenpflichtigen Premium-Version von Zattoo empfangen.

Der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C streamt das Fernsehbild zu Android- und iOS-Geräten, aber auch per VLC oder mplayer auf den PC.

Der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C streamt das Fernsehbild zu Android- und iOS-Geräten, aber auch per VLC oder mplayer auf den PC.

Für alle TV-Fans bietet sich in Zukunft jedoch mit dem AVM FRITZ!WLAN Repeater DVB-C eine neue Option an. Der WLAN-Repeater mit bis zu 1 GBit/s schnellem WLAN-AC erweitert nicht nur das heimische WLAN. Das in die Steckdose zu steckende Gerät streamt zudem per DVB-C empfangene Fernsehsender ins lokale Netz. Als Empfänger können Smartphones oder Tablets mit Android oder iOS und der neuen FRITZ!App TV dienen — oder aber auch ganz normale Computer.

Hier sieht man die FRITZ!App TV auf dem iPad, sie wird es auch für Android geben.

Hier sieht man die FRITZ!App TV auf dem iPad, sie wird es auch für Android geben.

Der DVB-C-Repeater streamt alle unverschlüsselten Sender ins Netz.

Der DVB-C-Repeater streamt alle unverschlüsselten Sender ins Netz.

Das Schöne ist, dass AVM einfach den MPEG-Stream durchreicht, so lässt sich das Fernsehbild auch einfach mit VLC oder mplayer empfangen, natürlich auch unter Linux. Das Gefrickelt mit einer Linux-tauglichen TV-Karte und das Ziehen eine Strippe hin zur Antennenbuchse fällt mit dieser Lösung daher flach. In der Box ist ein Dual-DVB-C-Tuner integriert, es lassen sich also bis zu zwei Sender an zwei (oder natürlich mehr) Geräte zur selben Zeit streamen, oder dank des unverschlüsselten Streams auch einfach mit mplayer aufzeichnen.

Hier stream der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C zu einem Windows-PC mit VLC, das funktioniert natürlich auch unter Linux.

Hier stream der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C zu einem Windows-PC mit VLC, das funktioniert natürlich auch unter Linux.

Der FRITZ!WLAN Repeater DVB-C  kommt dabei auch mit HD-Streams zurecht, allerdings ist er mangels eines CI+-Moduls auf die öffentlich-rechtlichen HD-Sender beschränkt. Die privaten Fernsehstationen lassen sich nur in SD-Qualität ins Netzwerk schaufeln, auch das Streamen von Pay-TV-Sender fällt so natürlich flach. AVM plant nach eigenen Aussagen vorerst auch keine Version mit einem entsprechenden Slot, man möchte sich nicht mit Sky und Co anlegen, schließlich könnte man mit dem Repeater einmal Pay-TV buchen und per WLAN mit allen Nachbarn im Haus teilen.

Bis man den FRITZ!WLAN Repeater DVB-C  im Laden kaufen kann, vergeht allerdings noch ein wenig Zeit. Laut der Pressesprecherin von AVM dauert es noch bis zum dritten Quartal dieses Jahres, bis der WLAN-Repeater in den Handel kommt. Das Gerät wird 119 Euro kosten, wer nur sein WLAN ausbauen möchte bekommt die Variante ohne DVB-C für 99 Euro, man spart also nicht so wirklich viel Geld.

mediacenter

12. März 2014
von Christoph
26 Kommentare

Was ist das beste Mediacenter zum Nachrüsten? Chromecast, Raspberry PI/XBMC oder Odroid/Android?

Es gibt sicherlich zahlreiche Couch-Potatos hier, die einen Flachbildschirmfernseher im Wohnzimmer stehen haben, der vom Bild her allen Ansprüchen genügt, dem aber das gewisse Quäntchen Intelligenz fehlt um als “Smart-TV” zu gelten. Doch ein Fernseher muss nicht dumm bleiben, an einen freien HDMI-Port angedockt, lassen sich verschiedene Mediacenter-Lösungen nachrüsten — die Kosten halten sich dabei meist sehr in Grenzen, mehr als 100 Euro muss man nicht ausgeben. Doch welche Lösung ist die Beste? Ich vergleiche Googles Cromecast-Dongle, mit der Kombination aus Raspberry Pi/XBMC und Android in Form eines Odroid U2.
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yatse-icon

7. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

Yatse streamt nun auch Videos vom Android-Handy auf den Chromecast-Key

Ich habe neben meinem Raspberry Pi mit Raspbmc bzw. Openelec auch einen Chromecast-Dongle an meinem “nicht gerade smarten” Fernseher hängen. Die beiden Geräte ergänzen sich in meinen Augen fast perfekt, so dass man sich nicht wirklich einen Smart-TV kaufen muss. Da der Chromecast-Key aber ja noch nicht offiziell in Deutschland vertrieben wird, musste ich ihn mir damals aus den USA kommen lassen, inzwischen kann man ihn aber auch — wenn auch inoffiziell — über diverse Ebay-Händler kaufen.

Yatse kann nun auch Videos direkt an Chromecast senden.

Yatse kann nun auch Videos direkt an Chromecast senden.

Dank der Freigabe des Chromecast-SDK gibt es ja inzwischen immer mehr Android-Apps im Play Store, die den Dongle unterstützen. Neu in der Reihe der Chromecast-Apps ist nun die XBMC-Fernbedienung Yatse, die zahlreiche von euch sowieso schon auf dem Handy haben werden. Zusammen mit dem Stream Plugin kann Yatse nun Inhalte direkt vom Handy oder Tablet auf den Chromecast schicken. Das ist keine Weltneuheit, AllCast kann das schon lange und ist wohl auch Vorbild für diese Funktion, Leute mit beiden Geräten sparen sich aber so nun eine zusätzliche App.

popcorntime

7. März 2014
von Christoph
22 Kommentare

Popcorn Time, eine Online-Videothek so wie sie eigentlich sein müsste… auch für Linux

Wir alle wissen eigentlich wie die optimale Online-Videothek aussehen müsste: Ein aktuelles Angebot an Filmen, Unterstützung für alle gängigen Betriebssysteme und Plattformen und möglichst wenig Schnickschnack drumherum. Im Prinzip also eine einfache Sache: Doch legal lässt sich sowas nicht finden, erst recht nicht in Deutschland und gleich überhaupt nicht, wenn man Linux auf dem Rechner hat. Netflix gibt es in Deutschland nicht und Watchever und Co. funktionieren unter Linux nur mit Krücken. Doch wie immer gibt es nicht ganz legale Vorbiler: Mit Popcorn Time gibt es jetzt die Killer-App, auch für Linux… doch leider nicht ganz legal.

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diskovery

6. März 2014
von Christoph
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Mit Diskovery von MacOS X via WLAN auf Android-Geräte zugreifen

Es soll ja durchaus Leute geben, die auf dem Schreibtisch einen Apple-Computer mit MacOS X stehen haben, und in der Hosentasche ein Android-Handy mit sich rumtragen oder ein Android-Tablet zuhause auf der Couch liegen haben. Muss man nicht machen, kann man aber machen ;) Die Mac-User sind bezüglich des Datentransfers zwischen Handy und Computer aufgrund der mangelhaften Unterstützung von MTP noch mehr angeschmiert als wir Linuxer. Google selber empfiehlt lediglich ein simples kleines Tool, mit dem man Daten zwischen Macbook und Android hin und her schaufeln kann.

Der MacOS X Finder zeigt ein Android-Handy mit Diskovery direkt als Netzwerkfreigabe an.

Der MacOS X Finder zeigt ein Android-Handy mit Diskovery direkt als Netzwerkfreigabe an.

Für Schreibzugriff muss man Diskcovery per In-App-Kauf zur Pro-Version upgraden.

Für Schreibzugriff muss man Diskcovery per In-App-Kauf zur Pro-Version upgraden.

Ganz schick ist daher die kleine App Diskovery, die man sich kostenlos aus dem Play Store installieren kann. Diskovery ist im Endeffekt nichts anderes, als ein Samba-Server, der seine Präsenz mittels Avahi/Zeroconf im lokalen Netzwerk meldet. So taucht das Handy dann automatisch auf Macs im Finder unter den Freigaben auf, wenn diese im selben Netzwerk angemeldet sind. Per Login und Passwort lässt sich zudem verhindern, dass Unbefugte auf das Handy Zugriff bekommen.

Ganz kostenlos ist Diskovery allerdings nicht, auch wenn man die App erst einmal ohne Gebühren aus dem Play Store installieren kann. Den nicht ganz unwichtigen Schreibzugriff gibt es nur dann, wenn man diesen per 0,99 Euro teurem In-App-Kauf freischaltet. Für Linuxer eignet sich Diskovery leider nicht wirklich, mehr als eine Reihe von Fehlermeldungen erhält man beim Zugriff nicht. Als Alternative gibt es jedoch zahlreiche FTP- oder SSH-Server für Android, und zur Not auch noch Airdroid und Co. Von daher lässt sich die Inkompatibilität verschmerzen.

pacman-pachist

6. März 2014
von Christoph
11 Kommentare

Pachist zeigt unter Arch Linux wann welches Paket aus der Paketverwaltung installiert wurde

Ab und an ist es für mich recht wichtig herauszufinden, wann welches Paket aus der Paketverwaltung heraus installiert beziehungsweise aktualisiert wurde. Dafür muss man unter Arch Linux eigentlich nur einen Blick in die /var/log/pacman.log werfen, doch das Format der Datei ist alles andere als angenehm zu lesen. Viel einfacher und übersichtlicher geht es mit dem simplen Shell-Skript Pachist.

$ wget https://github.com/Almehdi/pachist/blob/master/
$ mv pachist ~/bin
$ chmod +x ~/bin/pachist
$ yaourt -S colout-git  #Alternativ ein anderer AUR-Wrapper
$ pachist

Die Befehle von oben laden das Skript runter und schieben es nach ~/bin, so dass ihr es von überall aus aufrufen könnt. Das Skript liest das pacman.log aus, schnippelt die relevanten Einträge heraus, bei denen etwas über die Paketverwaltung installiert, aktualisiert oder “downgraded” wurde, sucht sich noch die Versionsummern heraus und stellt das ganze dann farbig dar.

//Edit: Pachist gibt es auch fertig paketiert als pachist-git im AUR. Von daher erübrigt sich die händische Installation.

Pachist zeigt welche Pakete wann auf welche Version aktualisiert oder installiert wurden.

Pachist zeigt welche Pakete wann auf welche Version aktualisiert oder installiert wurden.

(Via: Raschix)

munin-for-android-icon

5. März 2014
von Christoph
2 Kommentare

Serverüberwachung mit Munin for Android

Da ich vorhin schon beim Thema Server-Überwachung und Monitoring war, noch ein schneller Hinweis für Admins, die auf die webbasierte Monitoring-Lösung Munin setzen und die ihre Server auch ganz gerne vom Smartphone oder Tablet aus im Griff haben möchten. Munin selber bietet aktuell noch keine offizielle Android-App an, aber mit Munin for Android tummelt sich eine recht ansprechende App im Play Store, der man durchaus auf seinem Handy eine Chance geben sollte.

Mit Munin for Android lassen sich gleich mehrere Munin-Server abfragen, über die Sidebar kann man schnell zwischen den einzelnen Einträgen switchen. Die Graphen holt sich die App direkt aus Munin,  per Wisch kommt man von einem Graphen zum anderen, alternativ auch per Sidebar. Rechts unten findet sich eine Checkbox, über die sich der Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahres-Graph abrufen lässt.

Munin for Android bindet Munin schick ins Handy ein.

Munin for Android bindet Munin schick ins Handy ein.

Die Munin-App listet alle Munin-Nodes auf.

Die Munin-App listet alle Munin-Nodes auf.

Per Wisch kommt man von einem Graph zum Nächsten.

Per Wisch kommt man von einem Graph zum Nächsten.

Wer sich nicht scheut per In-App-Kauf 1,49 Euro in das Feature-Pack für Munin for Android zu investieren, der kann sich die Munin-Graphen zudem auch als Widget auf den Homescreen legen, sich bei Problemen wie einer zu vollen Platte oder einer permanent zu hohen Load benachrichtigen lassen und auch die mit der Munin-Instanz ausgetauschten Daten verschlüsselt per SSL abrufen.

phpsysinfo-linux-dash

5. März 2014
von Christoph
5 Kommentare

linux-dash als Alternative zu Monitoring mittels PhpSysinfo

Wer einen kleinen Server im Netz oder in den eigenen vier Wänden stehen hat, der wird mit Sicherheit auch schon einmal PhpSysInfo auf der Maschine installiert gehabt haben. So kann man sehr schnell und bequem per Browser checken, ob auf dem Server aktuell alles mit rechten Dingen zugeht, oder ob gerade ein Dienst abdreht.  Das PHP-Skript wird zwar aktuell noch weiterentwickelt, es fehlt im jedoch eine für mobile Geräte geeignete Oberfläche. Als Alternative bietet sich daher linux-dash an, das recht neue Monitoring-Tool macht gerade auf Handys und Tablets eine gute Figur.

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youtube-responsive-intro

3. März 2014
von Christoph
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YouTube-Videos responsive in WordPress-Blogs und statische Webseiten einbetten

YouTube hat ja eine sehr leicht bedienbare “Bette dieses Video in andere Webseiten ein”-Funktion. Dazu öffnet man einfach das YouTube-Video, wählt “Teilen” und “Einbetten” an, und schon hat man den entsprechenden Iframe-Code, den man nur noch in sein Blog oder eine statische Webseite einbauen muss. Allerdings gibt es dabei ein kleines Problemchen für alle, die mit einer Webseite im “Responsive”-Design arbeiten. Also einer Seite, die sich automatisch der Displaybreite des Endgeräts anpasst — so wie hier auch bei mir im Blog. Wählt man für die YouTube-Videos ein Breite, die perfekt in den Seitenaufbau im PC-Browser passt, dann ergeben sich beim Laden der Seite auf Handys oder Tablets schwarze Balken. Mit ein bisschen CSS-Magie lässt sich dieses Problem jedoch beheben.

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wordpress-adsense

25. Februar 2014
von Christoph
7 Kommentare

Google veröffentlicht Publisher-Plugin für WordPress mit AdSense and Webmaster Tools

Google ist mal wieder auf eine recht ertragreiche Idee gekommen. Die Aufgabe war wohl: Wie schafft man es Google-Adsense-Anzeigen auf noch mehr Webseiten zu schalten? Zum Beispiel auf einem Blog-System, das knapp 19% des gesamten Webs antreibt, das aber oft nur von Laien installiert wird, die froh sind das eigene Blog überhaupt zum Laufen gebracht zu haben? Die Lösung… Mit dem heute veröffentlichten Google Publisher Plugin lassen sich Anzeigen per Mausklick an ausgesuchter Stelle positionieren.  Es muss wohl weder im Adsense-Backend gefrickelt, noch das Template manuell geändert werden, durchaus also eine clevere Idee, wenn man seine Anzeigen noch stärker unter die Leute bringen möchte.

Das Google Publisher Plugin  kümmert sich um die Integration von Adsense und den Webmaster Tools.

Das Google Publisher Plugin kümmert sich um die Integration von Adsense und den Webmaster Tools.

Das Google Publisher Plugin  kümmert sich um die Integration von Adsense und den Webmaster Tools.

Das Google Publisher Plugin kümmert sich um die Integration von Adsense und den Webmaster Tools.

Im aktuellen Beta-Stadium muss man wohl dafür sorgen, dass die Adsense-Anzeigen komplett über das Plugin abgewickelt werden. Eigenhändig in das WordPress-Template eingebaute Google-Anzeigen sollte man vorerst von Hand deaktivieren, das soll sich wohl aber in Zukunft noch ändern. Ich hatte noch keine Zeit das Plugin in ein Test-Blog zu schmeißen und nachzuschauen, was das Plugin letztendlich noch so macht, als nur Anzeigen zu platzieren. Ein kurzer Blick in den Quellcode des Plugins verrät erstmal nicht wirklich was Böses.